Der Verband der Modeläden will ab dem 1. Dezember auf Termin verkaufen

Mode Unie, der Verband der Modeläden, will auch während diesem zweiten Corona-Lockdown in Belgien wieder in den Verkauf gehen. Die belgische Bundesregierung hatte angeordnet, dass der Bereich „nicht notwendige Geschäfte“ schließen müsse. Dieser Beschluss soll aber am 1. Dezember neu bewertet werden. Jetzt prescht Mode Uni mit einem Vorschlag (oder ist es eine Forderung?) vor und will ab diesem Stichtag einen Verkauf auf Termin aufnehmen. Die Stadt Ostende bietet dem Einzelhandel jetzt eine Online--Alternative.

Die aktuell laufenden Einschränkungen im Rahmen des Corona-Lockdowns seit dem 2. November in Belgien gelten noch bis zum 13. Dezember (siehe nebenstehenden Beitrag). Dies schließt ein, dass alle nicht dringend notwendigen Geschäfte ebenfalls geschlossen bleiben müssen. Allerdings kündigte die Regierung an, diese Maßnahme am 1. Dezember auf den Prüfstand zu setzen. 

Die Mode Unie, die die im Rahmen der Maßnahmen geschlossenen Mode- und Bekleidungsgeschäfte bzw. die entsprechenden Einzelhandelsgeschäfte vertritt, schlägt jetzt vor, dass der Sektor ab dem 1. September offiziell auf Terminvereinbarung verkaufen darf.

Man habe bereits im Frühjahr 8 Wochen lang jeglichen Umsatz verloren (außer die Geschäfte, die ihre Artikel auch online angeboten haben) und jetzt wolle man dies nicht wieder so lange hinnehmen, hieß es dazu.

Zwar dürfen Kunden z.B. telefonisch bestellte Waren in den Geschäftslokalen abholen, doch dies kompensiere den allgemein verlorenen Umsatz kaum.

Die Läden hängen voller Wintersachen, die nicht abgesetzt werden können, so Isolde Delanghe, die Leiterin der Mode Unie: „Wir werden die Wintersaison sowieso negativ abschließen, wie das schon in der Sommersaison der Fall war. Das lässt sich durch die verpflichtete Schließung nicht mehr ändern. Doch ob die Zahlen nur rot oder dunkelrot sein werden, hängt von der Verantwortung der Politik ab. Da kann sie aber etwas dran ändern.“

Ostende bietet dem Einzelhandel eine Alternative

Die Stadt Ostende bietet allen von der Corona-Schließung betroffenen Einzelhandelsgeschäften einen eigenen Webshop an. Ziel ist, bis Ende November jeden Tag mindestens einen neuen Webshop zu eröffnen, bis jeder Laden über eine solche Einrichtung verfügen kann. Profitieren können davon z.B. Modeläden, Möbel- und Dekorationsgeschäfte und ähnliche.

Die Stadtverwaltung von Ostende hat festgestellt, dass sich zwar einige Einzelhändler bemühen, ihre Ware auch online anzubieten, doch viele brauchen dabei Unterstützung, denn eine Verkaufs- und Angebotsplattform ist nicht so einfach zu gestalten, wenn man nicht vom Fach ist. Ostende bietet zudem entsprechende Online-Kurse an, damit sich die neuen Webshop-Betreiber zur Not auch selber helfen können. 

LUV Oostende

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