Rekordmenge: 11,5 Tonnen Kokain Kokain im Antwerpener Hafen entdeckt

Der belgische Zoll und die Bundespolizei haben, wie jetzt bekanntgegeben wurde, bereits in der vergangenen Woche eine Rekordmenge von rund 11,5 Tonnen Kokain im Hafen von Antwerpen entdeckt. Das Kokain war in einen Container versteckt, der auf einem Schiff aus Guyana in Südamerika über Zeebrügge nach Antwerpen gekommen war. Das Kokain war offenbar für einen internationalen Drogenring bestimmt und sollte an ein niederländisches Unternehmen direkt an der belgisch-niederländischen Grenze geliefert werden. Die Polizei fand diese Drogen im Rahmen einer bereits länger laufenden Ermittlung gegen einen Drogenring um einen ehemaligen führenden Kriminalpolizisten.

Bereits am 1. Oktober hatte die belgische Bundespolizei einen international operierenden Drogenring ausgehoben und dabei einen der führenden Köpfe, den früheren Leiter der Kripo der ehemaligen Gendarmerie, Willy Van Mechelen, festgenommen. Daneben wurden über 20 weitere Komplizen verhaftet, darunter weitere Polizisten, ein Anwalt, einen Unternehmer aus dem Antwerpener Hafen und ein Mitglied der berühmt-berüchtigten Gangsterfamilie Aquino aus der Provinz Limburg.

Die Bande steht unter dem Verdacht, seit Jahren Kokain aus Südamerika über den Antwerpener Hafen nach Europa zu schmuggeln. Im Zuge der Ermittlungen wurde der Polizei deutlich, dass noch eine Ladung Kokain aus Guyana auf dem Weg nach Antwerpen war. Letzte Woche konnte diese Ladung entdeckt werden. Sie befand sich in einer stählernen Box, die wiederum in einem Container voller Schrott versteckt war (Foto unten).

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Die Ladung umfasste 11,5 Tonnen Kokain und ist eine der größten Mengen Koks, die weltweit bisher auf den Seeweg geschmuggelt werden sollte. Der Großhandelswert liegt bei 450 Mio. € und der Straßenverkaufswert beträgt mindestens das Doppelte davon. Die Schmuggler machten es sich nicht einfach, diese riesige Menge zu verstecken. Das Schiff aus Guyana kam nicht in Antwerpen an, sondern in Zeebrügge und der betreffende Container wurde auf ein Binnenschiff umgeladen, das nach Antwerpen fuhr. Von Zeebrügge aus verfolgte die Polizei diesen Container.

In diesem Zusammenhang kam es zu weiteren Hausdurchsuchungen in der Umgebung von Antwerpen und in den Niederlanden. Dabei wurden drei weitere Personen festgenommen. Die belgische Polizei arbeitet in diesem Fall eng mit ihren Kollegen aus den Niederlanden zusammen, leitet aber die Ermittlungen. 

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