Wildschweinplage: Jäger dürfen gegen die nächtliche Ausgangssperre verstoßen

Das Krisenzentrum des belgischen Innenministeriums ermöglicht Jägern, die im Kampf gegen Corona verhängte nächtliche Ausgangssperre zu ignorieren, um gegen Wildscheine auf die Pirsch zu gehen. Zum einen sorgen Wildschweine nach wie vor für Probleme in der Landwirtschaft und zum anderen wird auch hier eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest befürchtet.

Wildschweine sind in einigen Regionen in Belgien eine regelrechte Plage geworden. Sie richten enorme Zerstörungen in der Land- und Forstwirtschaft an und nicht selten fallen sie in Wohngebiete ein, die in der Nähe von Wäldern liegen und machen sich über die Gärten her. Doch nicht nur deswegen sollen Jäger diese Tiere massiv jagen.

Ein weiterer Grund ist die Afrikanische Schweinepest, die nicht selten von Wildschweinen übertragen wird. Auch aus diesem Grunde freut sich die Landwirtschaft in Belgien über diese Maßnahme, denn eigentlich ist sie ja von der Wildschweinplage doppelt betroffen.

Aber Wildschweine werden in der Nacht gejagt, denn am Tage verstecken sie sich eher im Dickicht. Luc Janssen, der Vorsitzende der Flämischen Hubertus-Vereinigung, freut sich für die Bauern mit: „Die Landwirte fordern von uns, dass wir ihren Grund und Boden verteidigen, doch wir wussten bisher nicht, ob wir jagen durften.“

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