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Neue Studie warnt: Liegt im Jahr 12.020 ganz Flandern unter den Meeresspiegel?

Eine neue Studie der Freien Universität Brüssel belegt, dass Flandern innerhalb von zehntausend Jahren vollständig unter dem Meeresspeigel verschwinden könnte.  Das ist das Worst-Case-Szenario, aber auch optimistischere Langzeitprognosen, die begrenzte Treibhausgasemissionen berücksichtigen, gehen von einem Anstieg des Meeresspiegels in Flandern um 9 Meter aus.

Die Studie, die gerade in der Fachzeitschrift Earth System Dynamic veröffentlicht wurde, berücksichtigt Modelle, die die Zukunft der Eiskappen, der Atmosphäre und der Ozeane vorhersagen.  Die gute Nachricht ist, dass Flandern voraussichtlich nahe an den Durchschnittswerten bleiben und keine extremen Entwicklungen erleben wird.  Allerdings klingen selbst die durchschnittlichen Langzeitprognosen ziemlich apokalyptisch.

Der langfristige Anstieg des Meeresspiegels an der flämischen Küste wird voraussichtlich zwischen 9 und 37 Metern liegen. Bei einem Anstieg um 9 Meter, der die Begrenzung der Treibhausgasemissionen berücksichtigt, wird die Nordseeküste in Antwerpen und Mechelen liegen.  Die nächsten Jahrzehnte werden als entscheidend angesehen, um das Worst-Case-Szenario zu verhindern.

Die Brüsseler Forscher sehen im Worst-Case-Szenario einen Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter pro Jahrhundert in den nächsten 2.000 Jahren.  Wenn wir die richtigen Entscheidungen treffen, könnte der Anstieg des Meeresspiegels auf 11 cm pro Jahrhundert begrenzt werden. Die Forscher glauben nicht, dass die grönländische Eiskappe gerettet werden kann.  Dafür sei es zu spät, so die Studie.

VUB

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