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Flämische Erfolgsautorin Lize Spit nutzt Lockdown um Fortsetzung ihres Bestseller-Romans zu Ende zu bringen

Die flämische Autorin Lize Spit (Foto) nutzt den Lockdown, um die letzten Zeilen ihres zweiten Romans zu schreiben, einer Fortsetzung des Bestsellers "Het Smelt" ("Und es schmilzt", aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen, S.Fischer-Verlag), der in Flandern und anderswo in der Welt ein durchschlagender Erfolg war. "Mein neues Buch ist fast fertig, der Endpunkt ist in Sicht", freut sie sich auf Radio 2 (VRT). Der Kinofilm, der auf ihrem ersten Roman basiert, soll ebenfalls nächstes Jahr in die Kinos kommen. 

"Und es schmilzt ", erschienen 2015, ist ein hyperrealistischer, kompromissloser und brutaler Schockroman, der ein Jahr lang auf Platz 1 der belgischen Bestsellerliste stand, zahlreiche Literaturpreise gewann und bisher in acht Sprachen übersetzt wurde. Das Buch erzählt die Geschichte eines 13-jährigen Mädchens, Eva, die nach einem hitzeschwangeren Sommer, der sie für immer geprägt hat, mit einem Eisblock im Kofferraum ihres Autos in ihr Heimatdorf zurückkehrt, um sich auf ihre Rache vorzubereiten.

Dieser erste Roman war ein riesiger Erfolg, und viele Leser warten darauf, eine neue Geschichte der inzwischen 32-jährigen, in Brüssel lebenden Schriftstellerin zu entdecken. Die Coronakrise scheint Lize Spit geholfen zu haben. Sie kam schneller als erwartet voran, sagt sie im Radiointerview.

"Ich bin es gewohnt, mir eine gewisse Disziplin aufzuerlegen. Ich habe weiterarbeiten können, auch wenn es mit all den schlechten Nachrichten manchmal schwieriger war. Das kann manchmal entmutigend sein. Aber jetzt, nach ein paar Jahren Arbeit, ist mein neues Buch fast fertig. Das Ende ist in Sicht", sagt sie.

Auch der auf ihrem ersten Roman basierende Film scheint gut voranzukommen. Es sollte bis zum nächsten Jahr fertig sein. Die Verfilmung ist der Nachfolger des ersten Spielfilms unter der Regie der flämischen Schauspielerin Veerle Baetens. 

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