Belgiens Unternehmerverband: Zeit für einen "Reset" der Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA

Der belgische Unternehmerverband VBO ist der Ansicht, dass die Europäische Union mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden den Dialog zu den Handelsbeziehungen zwischen ihr und den USA auf einer konstruktiven Ebene wieder aufnehmen solle. Dies sei zwar ein schwieriger Auftrag, doch er müsse in Angriff genommen werden.

Für Belgien sind die USA der viert-wichtige Handelspartner und nicht zuletzt sind die Vereinigten Staaten der wichtigste ausländische Investor in unserem Land. Nach Ansicht des Wirtschaftsmagazins Trends sind Belgien und die USA traditionell Partner in Sachen Wirtschaft und Sicherheit. „Der VBO schart sich hinter die EU-Kommission in ihrem Streben, um in einer Atmosphäre des gegenseitigen Respekts an einer positiven Handelsagenda zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten zu arbeiten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes.

Der VBO drängt laut Trends auf eine „rasche Entfernung des Rausches“, der momentan auf den Handelsbeziehungen liege. Dies soll den Weg für umfassende Handelsbesprechungen freimachen. Dabei weist der belgische Unternehmerverband z.B. auf die amerikanischen Strafzölle auf Stahl und Aliminium, von denen auch hiesige Unternehmen betroffen sind. Laut VBO sind auch die Probleme zwischen den Flugzeugherstellern Airbus und Boeing schädlich für die transatlantischen Beziehungen.

„Lasst uns einen ‚Reset‘ einlegen und uns an einen Tisch setzen, um unsere Handelskonflikte zu lösen. Wir müssen eine Win-Win-Situation finden, um unsere To-do-Liste abzuarbeiten und um die heutigen Herausforderungen angehen zu können“, so der VBO weiter. Der belgische Unternehmerverband erinnert dabei auch an die Zukunft der Welthandelsorganisation WTO, am Erstarken der chinesischen Bemühungen, weltweit wirtschaftlich an Einfluss zu gewinnen und an die weltweite wirtschaftliche Krise. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten