Ein Solidaritätsbeitrag soll dabei helfen, die Folgen von Corona in Belgien abzufedern

Die belgische Bundesregierung plant die Einführung einer Art Besteuerung der Besserverdienenden, um langfristig die Folgen der Coronakrise auffangen zu können. Dabei handelt es sich nach Angaben von Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) nicht um eine Vermögenssteuer sondern um einen Solidaritätsbeitrag, der auch dabei helfen soll, Steuerschlupflöcher zu schließen.

Dieser  Solidaritätsbeitrag ist im Koalitionsabkommen der „Vivaldi“-Regierung festgeschrieben und betrifft alle Wertpapierdepots mit Aktien, Obligationen und Derivaten, die einen Wert von über 1 Mio. € haben. Diese Abgabe müssen alle Belgier entrichten, ob sie nun im eigenen Land leben oder im Ausland.

Premier De Croo sagte dazu gegenüber unseren Kollegen des frankophonen Rundfunks RTBF, dass dieser Solidaritätsbeitrag jährlich rund 400 Mio. € in die Staatskasse fließen lassen soll. De Croo sagte weiter dazu, dass diese Maßnahme in Zeiten wie diesen gerechtfertigt sei. Jenen, die mehr besitzen oder die mehr verdienen als andere, einen zusätzlichen Beitrag an die Gesellschaft abzuverlangen, sei wohl nicht zu viel verlangt.

Dieser Solidaritätsbeitrag unterscheidet sich von der Vermögenssteuer der Regierung Michel, weil er auch Kapitalgesellschaften im In- und Ausland mit einbezieht. Damit werden Steuerschlupflöcher geschlossen, war Premier De Croo, übrigens ein flämischer Liberaler, gegenüber der RTBF begrüßte.

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