© VRT - Geert Van Hoeymissen

Die Staatsanwaltschaft Brüssel startet Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten bei der VRT

Die Staatsanwaltschaft von Brüssel hat eine Untersuchung nach Unregelmäßigkeiten beim flämischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk eingeleitet. Ein umfassender Audit durch die entsprechende flämische Behörde hatte einige bedenkliche Vorgänge unter dem letzten Direktionskolleg konstatiert. Dabei geht es vor allem um umgangene Regelungen und Vorschriften.

„Audit Vlaanderen“ hatte im Februar in einigen Redaktionen und Bereichen in unserem Hause einige heikle Punkte aufgezählt, bei denen z.B. beim Abschluss von Verträgen mit externen Unternehmen oder Mitarbeitern geltende Vorschriften umgangen bzw. nicht eingehalten wurden.

Dies hatte der Rechenhof im Oktober auch bereits moniert. Ebenfalls im Oktober hatte die aktuelle VRT-Direktion selbst auf diese Probleme hingewiesen und angekündigt, diese im Hinblick auf die Deontologie abstellen zu wollen. Die VRT-Gewerkschaften hatten auf die Ergebnisse des Audits mit scharfer Kritik reagiert.

Von Seiten der Brüsseler Staatsanwaltschaft - sie ist hier zuständig, da sich das Funkhaus der VRT im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek befindet - verlautete, dass es sich bisher lediglich um Voruntersuchungen handele. Ein Ermittlungsrichter sei nicht eingeschaltet worden.

Bei den festgestellten Verstößen handelt es sich um Auftragsvergaben, die nicht öffentlich ausgeschrieben wurden, wie es das Gesetz vorschreibt oder auch um die Bezahlung von externen Mitarbeitern (z.B. Moderatoren), die sehr hoch ausgefallen waren. Zudem, so die Bemerkungen von „Audit Vlaanderen“ und dem Rechenhof, weise der flämische Rundfunk kaum interne Strukturen auf, die solche Vorgänge verhindern könnten.

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