Corona in Belgien: Weniger Patienten werden in Krankenhäuser eingeliefert

In den letzten Tagen ist die Zahl der Corona-Patienten, die in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen, weiter gesunken. Auch die Zahl der neuen Covid-19-Ansteckungen ist leicht zurückgegangen. Aber die Zahl der Corona-bedingten Sterbefälle steigt in Belgien weiter an.

Zwischen dem 4. und dem 10. November wurden täglich durchschnittlich 536 Corona-Patienten in Krankenhäusern aufgenommen. Das entspricht einem Rückgang um 23 % gegenüber der Vorwoche (28. Oktober bis 3. November). Am Dienstag (10. November) wurden insgesamt 609 an Covid-19 erkrankte Personen hospitalisiert, während 708 Patienten die Klinik wieder verlassen konnten.

Derzeit werden in belgischen Krankenhäusern 7.058 Corona-Patienten behandelt. 1.470 davon liegen auf Intensivstationen. 881 dieser Intensivpatienten müssen künstlich beatmet werden. Seit Ausbruch der Corona-Epidemie in Belgien mussten bereits 36.377 Patienten in Krankenhäusern behandelt werden.

Die durchschnittliche Zahl der Corona-Patienten, die an den Folgen ihrer Virusinfektion pro Tag sterben, ist weiter nach oben gegangen. In den ersten 7 Novembertagen starben täglich rund 190 Menschen. Das waren 49 Sterbefälle am Tag mehr als im 7-Tage-Messzeitraum davor. Die Zahl der Corona-Toten in Belgien seit März liegt jetzt bei 13.561 Fällen.

*Zwischen dem 1. und dem 7. November wurden täglich durchschnittlich 7.834 neue Corona-Fälle registriert. Im gleichen Zeitraum wurden am Tage durchschnittlich 38.400 Coronatests durchgeführt, von denen 24,1 % positiv waren. Bis heute haben sich insgesamt 507.475 Menschen in Belgien mit Covid-19 infiziert. 

"Lassen Sie sich bei Symptomen testen!"

Der sogenannte R-Wert, der bestimmt, wie viele ein Corona-Infizierter weiter anstecken kann, liegt derzeit in Belgien bei 1. Das bedeutet, dass ein Infizierter durchschnittlich eine weitere Person ansteckt. Um diesen Wert nach unten zu bringen, ruft der Virologe Steven Van Gucht, Leiter des staatlichen Gesundheitsamtes Sciensano, jeden, der Symptome hat, sich testen zu lassen.

Sich einfach nur zurückzuziehen, bringe nicht viel und könnte trotzdem andere Menschen in Gefahr bringen, so Van Gucht, der klar und deutlich sagt: "Lassen Sie sich testen, wenn sie Symptome haben. Damit retten Sie möglicherweise Leben."  

*Seit dem 21. Oktober ist in Belgien die Teststrategie angepasst. Seit dem werden nur noch Personen getestet, die einen Hochrisikokontakt hatten oder die aus einem Hochrisikogebiet zurückkehren (eine sogenannte "Rote Zone"). Hat eine Person keine Symptome (z.B. nach einem Hinweis durch die Kontaktverfolgung), muss sie sich für 10 Tage in Quarantäne begeben.

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