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"Bitte kein Fun-Shoppen" - Warnschilder an der Grenze zwischen Flämisch- und Niederländisch-Limburg

Die Bürgermeister der flämischen Grenzgemeinden Lanaken und Riemst in der Provinz Limburg folgen einer niederländischen Initiative und wollen versuchen, ihre Bürger davon abzuhalten, in den niederländisch-limburgischen Nachbargemeinden auf Einkaufstour zu gehen. In diesen Corona-Zeiten, in denen gerade in Belgien und in den Niederlanden hohe Ansteckungszahlen herrschen, sollte die Grenze nur zu wichtigen Einkäufen überschritten werden. Leuchtschilder der lokalen Polizei an der Grenze (Foto) erinnern an diesen Aufruf.

Nach der Bitte von niederländischen Bürgermeistern in der grenznahen Provinz Zeeland, dass flämische Einkaufstouristen doch bitte im eigenen Land bleiben sollen (siehe nebenstehenden Beitrag), läuft jetzt eine ähnliche Aktion an der Grenze zwischen Flämisch- und Niederländisch-Limburg. 

Diesmal sind es die belgischen Bürgermeister, die die Bürger ihrer Ortschaften dazu aufrufen, doch bitte lokal einzukaufen und nur zu wichtigen Anschaffungen ins Nachbarland zu fahren. Ihnen steht die niederländisch-limburgische Metropole Maastricht zur Seite, denn auch hier will man vorerst aus Corona-Sicherheitsgründen lvorerst lieber auf die Belgier verzichten.

Verschiebt bitte das Fun-Shoppen in den Niederlanden um einige Wochen, sonst begeht ihr Mundraub an unseren eigenen Geschäften!“

Marino Keulen, Bürgermeister von Lanaken

Solche Warnschilder stehen an der Grenze zu den Niederlanden in den Gemeinden Lanaken und Riemst sowie in Maastricht. Marino Keulen (Open VLD), der Bürgermeister von Lanaken, sagte gegenüber dem VRT-Sender Radio 2/Limburg: „Das war eine Initiative der niederländischen Gemeinden, bei der wir gerne mitarbeiten. Wir werden die Grenzen nicht schließen, denn wir rechnen mit dem guten Willen unserer Einwohner, um nur aus essentiellen Gründen über die Grenze zu gehen.“

Die belgischen Shopper sollten für einige Zeit lieber zuhause bleiben, so Keulen, denn dies sei natürlich auch gut für die lokalen Geschäftsleute: „Alles, was man für Weihnachten braucht, kann man auch hier kaufen. Verschiebt bitte das Fun-Shoppen in den Niederlanden um einige Wochen, sonst begeht ihr Mundraub an unseren eigenen Geschäften!“

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