Ineos

Rückschlag für das Ineos-"Project One" im Hafen von Antwerpen

Der flämische Rat für Genehmigungsstreitfälle hat die Umweltgenehmigung für die Entwaldung einiger Grundstücke im Antwerpener Hafen für den Bau von zwei Chemiefabriken des britischen Ineos-Konzerns aufgehoben. Flanderns Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) hatte Ineos erst im Oktober die Umweltgenehmigung für den Bau der zwei Werke im Rahmen des „Project One“ erteilt.

Ende 2019 erhielt „Project One“ eine Umweltgenehmigung für vorbereitende Arbeiten im Hinblick auf den Bau der beiden Werke von Seiten der Provinz Antwerpen. In diesen Werken sollen die Basisstoffe Ethylen und Propylen für die Kunststoffindustrie hergestellt werden. 

Dieses Projekt ist eine der größten Investitionen im Industriegebiet des Antwerpener Hafens seit Jahrzehnten. Ineos wird hier Milliarden Investieren und viele Arbeitsplätze schaffen.

Doch für den Bau der beiden Fabriken müssen 56 Hektar Nutzwald abgeholzt werden, wogegen Natur- und Umweltschutzbewegungen Sturm laufen und Beschwerde einlegen. Durch diese Probleme wurde die Akte „Projet One“ von der Provinzebene auf die flämische Landesebene verschoben, doch dies brachte, wie hier zu sehen, auch keine Lösung.

Nach einem vorläufigen positiven Gutachten von Seiten des flämischen Landesausschusses für Umweltgenehmigungen erteilte Ministerin Demir Ineos Ende Oktober „Projekt One“ grünes Licht.

Zur Abholzung sagte Demir seinerzeit: „Angesichts der Tatsache, dass das Gelände im Hafengebiet liegt und für die Industrie bestimmt ist, kann dort sehr wohl abgeholzt werden, um diese zusätzlichen wirtschaftlichen Aktivitäten zu ermöglichen.“

Doch unmittelbar nach der ministeriellen Genehmigung legten 14 Naturschutzvereinigungen per Eilantrag Beschwerde beim flämischen Rat für Genehmigungsstreitfälle ein. Der Rat gab den Beschwerdeführern jetzt Recht, denn im vorliegenden Fall sei nicht ausreichend mit den möglichen schädlichen Auswirkungen des Projekts auf die Umwelt Rechnung getragen worden, die das Projekt verursachen könnte. 

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