Belgische Unternehmen befürchten, im nächsten Jahr könnten 60.000 Arbeitsplätze verloren gehen

Die von der Belgischen Nationalbank, der hiesigen Zentralbank, veröffentlichten Zahlen zeigen, dass der Umsatzverlust der belgischen Unternehmen im November bisher auf 17% angestiegen ist. Dies ist 3% schlechter als im Zeitraum zwischen dem 1. August und dem 31. Oktober. Allerdings ist der Umsatzrückgang immer noch nur halb so hoch wie beim ersten Lockdown. 

Die Zahlen der Nationalbank belegen, dass die Selbständigen und die kleinen Unternehmen von den Coronamaßnahmen besonders stark betroffen sind.  Dies gilt vor allem für Unternehmen im Gastgewerbe, im Einzelhandel, im Großhandel und in der Immobilienbranche. Obwohl der Umsatzrückgang viel geringer ist als beim ersten Lockdown, fürchten viele Unternehmen um ihre Zukunft.

Die befragten Unternehmen erwarten, dass der Umsatz im Jahr 2021 um 12% unter dem normalen Niveau bleiben wird. Die Arbeitsplatzverluste in der Privatwirtschaft werden voraussichtlich knapp 60.000 betragen.

12% der befragten Unternehmen halten das Risiko eines Konkurses in den kommenden Wochen oder Monaten für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich. Dies gilt für 29% der im Gastgewerbe tätigen Unternehmen, 28% der Unternehmen in der Kunst-, Unterhaltungs- und Freizeitindustrie, 20% der Unternehmen in Transport und Logistik und 17% der Unternehmen im Non-Food-Einzelhandel.

Die Nationalbank stellt auch "eine strukturelle Zunahme des elektronischen Handels" seit Beginn der Coronakrise fest.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten