Wegen Hitlergruß in Fort Breendonk demnächst vor Gericht

Ein Mitglied der rechtsextremen Gruppe Right Wing Resistance muss sich vor Gericht verantworten, nachdem auf einem Foto zu sehen ist, wie er im Fort von Breendonk den Hitlergruß bringt. Die Information wurde von der Nachrichtenwebsite Apache veröffentlicht und inzwischen von der Staatsanwaltschaft bestätigt. Der Prozess beginnt Anfang 2021. 

Die flämische Abteilung der rechtsextremen Gruppe “Right Wing Resistance” hatte im Frühjahr 2019 mit Mitgliedern und Sympathisanten das Fort von Breendonk besucht. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Fort von den Nazis als Transitlager auf dem Weg in die deutschen Konzentrationslager genutzt.

Ein Mitglied der Gruppe ließ sich beim Hitlergruß fotografieren. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um den Sohn eines ehemaligen Abgeordneten der Partei Vlaams Belang. Der Mann soll häufiger an Aktivitäten rechtsradikaler Gruppen wie Voorpost und Generatie Identiteit teilgenommen haben. 

Aufgrund der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Antwerpen wird jetzt ein Prozess wegen Anstiftung zum Hass und/oder Leugnung des Holocaust vor dem Strafgericht gegen den Mann geführt. Der Prozess beginnt Anfang Januar und behandelt mehrere andere Fälle von Negationismus. 

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