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Studie belegt: Homeoffice dann doch nicht die Wunderlösung gegen den Verkehrsinfarkt?

Laut einer Studie des belgischen Planbüros, die diesen Freitag von der Tageszeitung „La Libre Belgique“ veröffentlicht wurde, ist das Homeoffice dann doch nicht die lang erwartete Wunderlösung zur Vermeidung des Verkehrsinfarktes.

Das Planbüro hat versucht, das volle Potenzial des Homeoffice bis 2040 abzuschätzen und geht davon aus, dass alle Beschäftigten zwei Tage in der Woche von zu Hause aus arbeiten. Die Analyse dieses Szenarios zeigt, dass mehr Homeoffice nur sehr bescheidene Auswirkungen auf die Gesamtnachfrage nach Transportleistungen hat, was "im Jahr 2040 nur zu einem Rückgang der in Belgien zurückgelegten Kilometer durch Privatpersonen um 1,2% führt", erklärt Planbüro-Experte Benoît Laine.

Bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ist jedoch ein deutlicherer Rückgang der Verkehrs zu verzeichnen. Im Einzelnen profitieren vor allem die großen Ballungsräume vom Homeoffice, da die Verkehrsnachfrage dort deutlich zurückgeht, für Brüssel etwa um 17%. Beim Berufsverkehr beträgt der Rückgang sogar 23%.

Wenn sich 40 % der Beschäftigten pro Woche für zwei Tage Homeoffice entscheiden, hätte die Bahn am meisten zu verlieren. Im Berufsverkehr würde es dort zu einem Auslastungsrückgang zwischen 15 und 16 % kommen.

Darüber hinaus "stellen wir fest, dass der Verkehr aber aus anderen Gründen zunimmt. Gelegenheitsfahrten - etwa zur Bank, zur Schule, zum Geschäft usw. - nehmen zu". Sie würden bis 2040 um 1,4% steigen.

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