Ministerin Petra De Sutter bittet Bpost die gestrige Päckchen-Entscheidung zu überdenken

Petra De Sutter (Groen, Foto), die grüne Ministerin für öffentliche Unternehmen, möchte, dass Bpost die Entscheidung, einen Teil der Pakete in den kommenden Wochen nicht nach Hause zu liefern, überdenkt. Sie kündigte dies nach Rücksprache mit der belgischen Post – eine Aktiengesellschaft öffentlichen Rechts - an.

Aufgrund der Rekordpaketmengen werde Bpost nicht mehr alle Pakete zu Hause ausliefern können, teilte das Unternehmen gestern mit. Ein Teil der Kunden werde deshalb ihre Pakete in den kommenden Wochen selbst an einem Abholpunkt abholen müssen. Die Entscheidung führte zu heftiger Kritik u.a. vom Handelsverband Comeos.

"Ich verstehe die besorgten Reaktionen, die jetzt auf diese Ankündigung eingehen", sagt De Sutter heute. "Ich habe mich mit Bpost beraten und sie gebeten, diese Maßnahmen bis Anfang nächster Woche unter Berücksichtigung dieser berechtigten Bedenken zu prüfen. Ein konkreter Zeitpunkt dafür konnte nicht angegeben werden.“

Der Minister betont jedoch die außergewöhnlichen Umstände bei Bpost. "Normalerweise liefern sie 270.000 Pakete aus, jetzt sind es fast 600.000 Pakete. Sie haben bereits weitere 2.000 Personen rekrutiert. Die Leute von Bpost arbeiten sehr hart, um dieser Paketmenge Herr zu werden. Deshalb sucht das Unternehmen nach Lösungen, um dies weiterhin zu tun, und dafür können wir der Post dankbar sein".

Danny Gys / Reporters
Danny Gys / Reporters

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