Schon wieder in Brüssel: Maskenverweigerer schlägt Polizisten krankenhausreif

In Brüssel wurde am Samstag erneut ein Polizist verletzt, nachdem sich ein Mann einer Kontrolle widersetzt hatte. Der Polizist wollte mit dem Verdächtigen sprechen, weil er keine Mundmaske trug, und danach kam es zu einem Handgemenge. Der Mann wurde verhaftet, verhört und dann bis zur weiteren Untersuchung des Sachverhalts wieder freigelassen. 

"Es handelt sich um einen Polizeibeamten, der mit dem Fahrrad auf Streife war", sagt Willemien Baert von der Brüsseler Staatsanwaltschaft. "Er wollte mit einem Mann sprechen, der keine Mundmaske trug, aber der ergriff die Flucht. Der Polizist konnte dem Verdächtigen in die Eingangshalle eines Gebäudes folgen, und dort kam es zu einem Handgemenge“.

"Unser Kollege hatte alle Mühe, die Person unter Kontrolle zu halten bis Verstärkung eintraf. Während der Auseinandersetzung, fielen beide zu Boden, wobei das volle Gewicht des Verdächtigen auf der Brust des Polizisten landete, wodurch der Polizist verletzt wurde".

Ein Interventionsteam, das zur Verstärkung angefordert worden war, konnte den Verdächtigen festnehmen. Der Polizist musste ins Krankenhaus und wurde acht Tage krankgeschrieben.  

Der Verdächtige wurde verhört und nach der Vernehmung freigelassen. Der Staatsanwalt betonte aber, dass diese Freilassung keine Straffreiheit bedeutet. „Die Ermittlungen werden fortgesetzt, und die können zu einem späteren Zeitpunkt noch zu einer strengen Strafe führen".

Auch am vergangenen Wochenende gab es mehrere Zwischenfälle mit Brüsseler Polizeibeamten.  Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V) kündigte daraufhin an, dass sie ab sofort vor Gericht bei jedem Fall von Gewalt gegen Polizeibeamte als Zivilpartei auftreten werde.

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