10 Jahre Gefängnis und ein Millionen-Bußgeld für den Chef einer Schleuserbande

In Antwerpen ist der Chef einer Bande Menschenschmuggler zu 10 Jahren Haft verurteilt worden. Ihm und seiner Schleuserbande wird vorgeworfen, über 200 Transitmigranten aus Frankreich nach Belgien gebracht zu haben, um sie von Autobahn-Rastplätzen in Mol-Postel und Vorselaar an der E34 in LKW steigen zu lassen, mit denen sie nach Großbritannien geschleust werden sollten.

Die Ermittlungen gegen die Schleuserbande begannen im September 2019 als ein Wachmann beobachten konnte, wie ein Lieferwagen einige Transitmigranten am Autobahn-Rastplatz in Mol-Postel in der Provinz Antwerpen absetzte. Auf anschließen analysierten Bildern von Überwachungskameras auch von der belgisch-französischen Grenze wurde deutlich, dass der gleiche Lieferwagen seit Monaten immer wieder zwischen Frankreich und den E34-Parkings von Mol-Postel und Vorselaar hin- und herfuhr.

Innerhalb von 5 Monaten wurden so mindestes 234 Transitmigranten nach Belgien gebracht, um von hier aus an Bord von Lastwagen Großbritannien zu erreichen. Die illegalen Einwanderer mussten den Schleusern zwischen 3.000 und 5.000 € bezahlen, bevor sie in Nordfrankreich aufgeladen wurden, um nach Belgien gebracht zu werden.

Nach 5 Monaten griff die Polizei zu und konnte mehrere der Schleuser festnehmen, darunter auch deren Leiter. Er wurde jetzt von einem Antwerpener Richter zu 10 Jahren Haft verurteilt. Zudem muss er ein Bußgeld von 12.000 € pro geschleustem Transitmigranten zahlen. Das bedeutet, dass der Verurteilte rund 3 Mio. € berappen muss. Neun weitere Mitglieder der Bande wurden zu Haftstrafen von bis zu 8 Jahren verurteilt.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten