Brüssel am Dienstag in der Nieuwstraat

Dienstag, 1. Dezember: In Belgien durften alle Geschäfte wieder öffnen

Am vergangenen Freitag vereinbarte der Konzertierungsausschuss aus den Regierungen auf föderaler und regionaler Ebene in Belgien, dass die geltenden Corona-Maßnahmen dahingehend gelockert werden, dass alle Geschäfte ab dem 1. Dezember wieder öffnen dürfen. Doch dabei gilt es strenge Auflagen zu beachten. Die Einzelhandelsverbände sind zufrieden mit dieser Möglichkeit, können die Geschäfte doch noch einen Teil des Weihnachtsgeschäfts umsetzen. 

Die Auflagen, unter denen die Geschäfte auch für nicht notwendige Waren öffnen dürfen, sind streng und es wird darüber gewacht, dass es nicht zu überfüllten Läden, Einkaufszentren und Shoppingmeilen kommen wird. Vizepremier- und Finanzminister Vincent Van Petegem (CD&V) sagte dazu: „Das wird ein Run-Shopping und kein Fun-Shopping.“ 

-      In allen Geschäften und Einkaufszentren gilt Maskenpflicht;

-      Es darf nur eine Person alleine in einem Geschäft einkaufen, des sei denn, sie wird von Minderjährigen begleitet oder von Personen, die auf Hilfe angewiesen sind. Diese dürfen jeweils nur von einer Person begleitet werden;

-      Das Einkaufen in einem Geschäft ist pro Kunde auf 30 Minuten beschränkt;

-      Pro 10 Quadratmeter ist in einem Geschäft 1 Kunde zugelassen. Geschäfte mit einer Ladenfläche von 20 Quadratmetern dürfen demnach 2 Kunden gleichzeitig bedienen.

In den Geschäftsstraßen, in den Einkaufszentren und auf den Parkplätzen sind nicht nur die Betreiber für die Corona-Sicherheit zuständig, sondern auch die Städte und Gemeinden. Sie müssen alles so regeln, dass die geltende Abstandsregel von 1,5 Meter zwischen zwei Personen eingehalten werden können.

Die Kommunen entscheiden auch, wo und (ab) wann in den Geschäftsstraßen Mund- und Nasenschutzmasken getragen werden müssen. Schilder an den Straßen weisen darauf hin. Die belgischen Behörden behalten sich vor, bei drohendem Gedränge in den Shoppingmeilen und in den Ladenlokalen dazu aufzurufen, nach Hause zu gehen und später wieder zu kommen.

In einigen der wichtigsten Einkaufsstraßen, wie z.B. der Meir in Antwerpen oder der Nieuwstraat in Brüssel gelten quasi Verkehrsregeln für die einkaufenden Menschen. Das sind Richtungsvorgaben, Hinweispunkte für die Wartenden und anderes mehr.

In Gent wurden auf einigen Plätzen in der nahen Umgebung von wichtigen Einkaufsstraßen in der Innenstadt Anlagen mit Waschbecken aufgebaut, damit man sich zwischendurch die Hände waschen kann. 

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