Unternehmer helfen der Vereinswelt und Künstler helfen sich selbst

Einige große Unternehmen wollen den 2020 durch Corona hart getroffenen Vereinigungen und Vereinen, die ehrenamtlich für einen guten Zweck arbeiten, einen „warmen Jahreswechsel“ bereiten. Sie engagieren sich mit der Aktion „Die wärmste Front“ („De Warmste Front“), in dem sie durchschnittlich 5 % aller Einkäufe über die gemeinsame Online-Plattform Trooper.be dem guten Zweck spenden. Und mit der Crowdfunding-Aktion „Ein Herz für Künstler“ versuchen sich die von Corona betroffenen Künstler auch selbst zu helfen. 

An der Aktion „Die wärmste Front“, die sich an der VRT-Spendenaktion „Die wärmste Woche“ („De Warmste Week“) des Rock- und Pop-Senders Studio Brussel orientiert, nehmen u.a. die Modeketten JBC und ZEB, die All-Finanz-Gruppe KBC, die Schuhladenkette Schoenen Torfs oder die Event- und TV-Unterhaltungsfirma Studio 100 teil.

Sie wollen den Vereinen, Vereinigungen, Sportclubs und vielen ehrenamtlich getragenen Organisationen für einen guten Zweck helfen, die dieses Jahr keine Aktionen starten konnten, mit denen sie Spendengelder sammeln, wie z.B. Waffelverkäufen, Feten, Benefizkonzerte und andere Möglichkeiten.

Online-Shopper angesprochen

Überall sinken die Spendeneinnahmen und dies teilweise auf eine sehr empfindliche Art und Weise, die vereinzelt auch das Ende von laufenden Projekten bedeuten. Über die Online-Shopping-Plattform Trooper.be wurde dieses Jahr bereits rund 1 Mio. € an Spenden eingesammelt, die unter den rund 7.000 betroffenen flämischen Vereinigungen verteilt wird.

Hier sei noch Luft nach oben, sagt Mit-Initiatorin Elisabeth Lamote gegenüber VRT NWS: „Wir haben heute 7,5 Millionen Online-Shopper in Belgien. Wenn die alle bei ihren Weihnachtseinkäufen bewusst in einem der mehr als 1.000 Partnerläden tätigen, können sie mit einem Klick denen Unterstützung bieten, die dies gerade sehr nötig haben. Wir hoffen so, im Dezember weitere 250.000 € einsammeln zu können.“

Crowdfunding-Aktion: „Ein Herz für Künstler“

Die beiden belgischen Künstlervereinigungen „L'Union des Artistes“ und „Artists United“ haben ein Crowdfunding gestartet, um den kulturellen Sektor bzw. die freien Kulturschaffenden zu unterstützen.

Mit dieser Aktion wollen sie einen weiteren Corona-Notfallfonds einrichten, mit dem selbständige Künstler und Techniker, die ihren Beruf durch die Covid-19-Krise weiter nicht ausüben können, finanziell zu unterstützen.

Die Aktion dauert 45 Tage und richtet sich an Privatpersonen. Sie soll mindestens 100.000 € bringen. Das Geld soll u.a. dazu dienen, die Miete für Proberäume und Künstlerateliers, Versicherungen oder Rechnungen zahlen zu können. Die Aktion läuft unter dem Motto „Ein Herz für Künstler“. 

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