Die Provinz Limburg bereitet sich auf die Wasserstoff-Wirtschaft vor

POM Limburg, die Entwicklungsgesellschaft der flämischen Provinz Limburg, arbeitet gemeinsam mit 10 Großunternehmen und Kommunalbetrieben an einem Projekt rund um Wasserstoff als Energielieferant. Dazu gehören Wasserstoff-Tankstellen und eine nachhaltige Produktion von Wasserstoff in der limburgischen Industriestadt Genk. Bis 2023 soll es mindestens eine Tankstelle in Limburg geben, an der z.B. Lastwagen Wasserstoff als Treibstoff tanken können.

Die POM Limburg soll die Provinz auf eine Wirtschaft vorbereiten, die teilweise auf Wasserstoff als Energiequelle oder als Kraftstoff basieren soll. Dabei arbeitet die limburgische provinziale Entwicklungsgesellschaft mit 10 Mitspielern aus dem Transport-, Vertriebs- und Logistiksektor und mit der Stadt Genk zusammen. Darunter sind z.B. das Transport- und Logistikunternehmen H.Essers sowie IKEA und Lidl.

Gemeinsam wurde die Interessengruppe „Hydrogen Society Limburg“ gegründet. Inzwischen haben die dazu gehörende interkommunale Abfallgesellschaft Limburg.net und die Stadt Gent angekündigt, so schnell wie möglich mit Fahrzeugen zu arbeiten, die auf Wasserstoff laufen, wie z.B. Müllwagen (Foto oben) oder Kommunalfahrzeuge. Wichtig für alle Beteiligten ist, dass der Wasserstoff, der hier genutzt werden soll, nachhaltig produziert wird.

Für Projektleiter Rob Cornelissen ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung CO2-armer Ökonomie: „Vor allem für schwerere Fahrzeuge ist Wasserstoff am besten geeignet. Elektrische Batterien haben zu viel Gewicht. Wir untersuchen derzeit, welche Investitionen nötig sind und welche Zuschüsse wir für dieses Projekt bekommen können. Unsere Ambition ist, bis 2023 in Genk-Nord eine erste Wasserstoff-Tankstelle in Betrieb nehmen zu können.“

Doch danach sollen solche Tankstellen in der gesamten Provinz gebaut werden: „Das ganze Projekt wird aber nicht nur auf den Straßentransport beschränkt. Wir wollen auch, dass die Stahl- und Chemieunternehmen mittelfristig für ihren Produktionsprozess umweltfreundliche Energie nutzen können.“ 

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