"Wenn staatliche Beihilfen eingestellt werden, könnten 50.000 Unternehmen in Konkurs gehen"

Als Folge der Covid-Krise steht zwanzig Prozent der belgischen Unternehmen das Wasser bis zum Hals. Aber es gibt nicht viele Pleiten: Dank der Corona-Finanzhilfen der Regierung können sie sich über Wasser halten. Aber sobald diese Beihilfen eingestellt werden, könnte es zu  einen Tsunami von Konkursen kommen. Laut Graydon, ein führender Anbieter für Informationsdienstleistungen in den Niederlanden, Belgien und Großbritannien, könnten dann 50.000 Unternehmen Konkurs anmelden..

Es bleibt kurios: Belgien steckt in einer gigantische Wirtschaftskrise, aber es gibt 30 Prozent weniger Konkurse als normal. Das ist vor allem der Wirtschaftshilfe der Regierung in der Coroana-Pandemie zu verdanken.

Aber wenn diese staatliche Unterstützung versiegt, so Eric Van den Broele von Graydon, "kommt dies wie ein Bumerang wieder bei den Unternehmen an. Und dieser Moment wird kommen."

Graydon zeichnet ein düsteres Bild: "Wir haben festgestellt, dass es zu 50.000 Konkursen kommen kann. Nicht alle gleichzeitig: Es wird ein sich langsam entfaltender Tsunami sein, der sich über Monate und sogar Jahre hinziehen kann".

Achtzig Milliarden nötig

Laut Graydon werden achtzig Milliarden Euro benötigt, um diese Unternehmen zu retten. Wird die Regierung dafür bezahlen müssen? Van den Broeles Antwort ist ein klares Nein. Im Gegenteil, denn die staatliche Unterstützung kann als Doping und als Wettbewerbsverzerrung angesehen werden.

Van den Broele glaubt, dass die Regierung ein fiskalisches Klima schaffen sollte, mit dem private Sparguthaben aktiviert werden. Auch müssen Unternehmer  so motiviert werden ihr privates Geld in ihre Unternehmen zu stecken. Darüberhinaus müssen die Unternehmen ihre Reserven in die Wirtschaft investieren. Laut Graydon gibt es 1.100 Milliarden Euro Reserve bei sechzig Prozent der gewinnbringenden Unternehmen.

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