Führende Vertreter der belgischen Regierung gegen Weihnachtslockerung der Corona-Maßnahmen

In verschiedenen Medien haben führende Minister der belgischen Regierung Forderungen des frankophonen liberalen Koalitionspartners (MR) nach einer weiteren Lockerung der Corona-Maßnahmen zur Weihnachtszeit zurückgewiesen.  Der belgische Premierminister Alexander De Croo (flämischer Liberaler, Open VLD, Foto rechts) und Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (flämischer Sozialist, SP.A, Foto links) haben klargestellt, dass die Corona-Daten bei einer Sitzung des Konsultationsausschusses am 18. Dezember bewertet werden könnten, dass aber keine Lockerung in Sicht sei.

Der Konsultationsausschuss setzt sich aus den verschiedenen belgischen Regierungen (Bund und Länder) zusammen und hat das letzte Wort über die Corona-Maßnahmen.

In einem Interview mit dem französischsprachigen Privatfernsehen RTL sagte der Gesundheitsminister, die Corona-Zahlen (Neuinfektionen, Krankenhausaufenthalte, Todesfälle) seien immer noch "sehr hoch".  Ursprünglich sollten diese Daten erst Anfang Januar ausgewertet werden, aber Gesundheitsminister Vandenbroucke sieht keinen Grund, dies nicht schon am 18. Dezember zu tun, wenn die Ministerpräsidenten der Regionen und Gemeinschaften (wie in Belgien die Bundesländer heißen) dazu bereit sind. "Die einzige Gefahr besteht darin, dass wir dann aber nur von einer Stagnation und nicht von einem Rückgang sprechen", sagte Vandenbroucke.

In einem Interview mit dem flämischen Privatfernsehen bemerkte Premierminister De Croo: "Es ist noch zu früh für eine Lockerung.  Ich hoffe, dass wir aus den Fehlern während der ersten Welle etwas gelernt haben.  Das Letzte, was wir jetzt tun sollten, ist, den Menschen falsche Hoffnungen zu machen", so Premier De Croo.

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