Antwerpener Staatsanwalt: „Nächste Woche wird Teilnehmern Lockdown-Partys Prozess gemacht“

Die Antwerpener Staatsanwaltschaft bestätigte der VRT, dass nächste Woche die ersten  Gerichtsverhandlungen wegen Nicht-Einhaltung der Corona-Maßnahmen beginnen. Auch wer während einer illegalen Lockdown-Party erwischt wurde, muss sich dann vor Gericht verantworten. Kristof Aerts von den Antwerpener Justizbehörden im Interview VRT Radio 2 Antwerpen angekündigt. "Die Zeit für kommunale Verwaltungsgeldstrafen ist vorbei. Jeder, der auf diesen Partys von der Polizei erwischt wird, erhält eine Strafanzeige und wird vor einen Richter geladen". Wer vor Gericht erscheint, riskiert Geldstrafen bis zu 4.000 Euro.

Aerts fügte hinzu: "Wann immer wir Strafanzeigen von der Polizei erhalten, werden wir eine Gerichtsvorladung ausstellen. Die erste Gerichtsverhandlung findet am kommenden Montag, Dienstag und Mittwoch im Polizeigericht statt".

Insgesamt werden 122 Personen vor Gericht erscheinen. Sie wurden bei 17 Lockdown-Partys gefasst.

"Die Strafen, die in diesen Fällen verhängt werden können, reichen von Gefängnisstrafen zwischen 8 Tagen und 3 Monaten bis zu Geldstrafen zwischen 200 und 4.000 Euro. Hinzu kommen die Gerichtskosten. Die Teilnahme an einer Lockdown-Party oder die Organisation einer solchen hat also schwerwiegende Folgen", so Kristof Aerts weiter.

Zu Beginn des zweiten Lockdowns machten die Antwerpener Justizbehörden deutlich, dass ausdrücklich verbotene Lockdown-Partys härter bestraft würden, als dies bisher der Fall war. Die Justizbehörden hoffen, dass die Gerichtsverhandlungen der nächsten Woche abschreckende Wirkung haben werden, insbesondere da Weihnachten und Neujahr vor der Tür stehen.

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