Foto: Infrabel

Neue Bahnlinie über Mechelen: Langfristig mehr Züge nach Brüssel und zum Brüsseler Flughafen

Der neue Bahn-Bypass von Mechelen (Foto), in der Provinz Antwerpen, wird nächste Woche zum ersten Mal eingesetzt. Dies sei eine neue "strategische" Eisenbahnlinie, kündigte der Infrastrukturbetreiber der belgischen Bahn, Infrabel, am Montag an. Sie wird "die Mobilität von und nach Brüssel und dem Flughafen Zaventem weiter verbessern" und das, sobald der Bahnhof Mechelen vollständig renoviert ist.

Der 3,2 km lange Bahn-Bypass verfügt über zwei zusätzliche Gleise und zwei neue Bahnsteige auf der Achse Antwerpen-Mechelen-Brüssel. Ab dem 14. Dezember wird die belgischen Bahn NMBS/SNCB die Bahnsteige 11 und 12 im Rahmen der Renovierung des Bahnhofs Mechelen in Betrieb nehmen (105 Millionen Euro, investiert von der NMBS), die 2027 abgeschlossen sein soll.

Infrabel weist darauf hin, dass die Umgehungsgleise irgendwann auch von nationalen und internationalen (Thalys Eurostar, Benelux) Zügen genutzt werden sollen, um den Bahnhof Mechelen schneller zu durchqueren (160 km/h statt 100 km/h),  und um den Verkehrsfluss auf der Verbindung Brüssel-Mechelen-Antwerpen-Niederlande zu erhöhen.

Diese Umgehungsgleise werden auch an die Diabolo-Strecke zum Flughafen Brüssel angeschlossen. Die Gesamtinvestition von Infrabel für den Bahn-Bypass von Mechelen beläuft sich auf rund 170 Millionen Euro, eine Investition, die vom ehemaligen Bahn-Chef Jo Cornu im Jahr 2015 noch missbilligt worden war, da sie nur eine "Zeitersparnis von rund 90 Sekunden" für Hochgeschwindigkeitszüge ermögliche.

"Der neue Bahn-Bypass stärkt die Rolle Mechelens als strategischen Knotenpunkt. Sie ist sowohl für den nationalen als auch für den internationalen Eisenbahnverkehr wichtig", betonte Premierminister Alexander De Croo, der in der Pressemitteilung des Eisenbahninfrastrukturbetreibers zitiert wird.

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