Rückkehr aus roter Zone? Wieder Quarantäne-Pflicht ab 18/12: "Werden das auch kontrollieren"

Wer ab dem 18. Dezember aus einer roten Zone im Ausland nach Belgien zurückkehrt, ist ab dann erneut zur Quarantäne verpflichtet. Und das wird auch kontrolliert, sagt Karine Moykens, Vorsitzende des interföderalen Ausschusses für Tests und Kontaktpersonennachverfolgung, dem so genannten Kontakt-Tracing. 

In den letzten Monaten war das nicht mehr der Fall, und alles hing davon ab, welchesl Risiko ein belgischer Tourist im Ausland eingegangen war. Jeder, der nach mehr als 48 Stunden im Ausland zurückkehrte, war verpflichtet, ein Formular - das Passagier-Lokalisierungsformular - mit Fragen darüber auszufüllen, was genau er oder sie in dem Land getan hatte. Dann wurde automatisch festgestellt, ob jemand gefährdet war und ob eine Quarantäne notwendig war oder nicht. 

"Das werden wir jetzt ändern", erklärte Moykens im Interview mit VRT NWS. "Ab dem 18. Dezember müssen alle noch das Formular ausfüllen, aber jeder, der aus einem roten Zone heimkehrt, muss sowieso zehn Tage in Quarantäne verbringen. Am siebten Tag wird es dann einen Test geben. Wenn dieser Test negativ ist, kann die Person schon früher aus der Quarantäne entlassen werden".

All das werde auch kontrolliert werden, sagt Moykens. "Wir werden prüfen, ob diese Leute tatsächlich einen Termin vereinbaren, um sich testen zu lassen. Wer das nicht tut, bekommt einen Anruf von uns."

Und was ist mit den Kontrollen beim Ausfüllen des Formulars? "Wir prüfen, wie wir sicherstellen können, dass es nicht so leicht ist, noch bis zum 18. Dezember die Grenze zu überqueren, ohne die Frageliste auszufüllen. Es gibt Diskussionen über Grenzkontrollen, Flughäfen und Häfen".

Gegenwärtig ist fast ganz Europa bis auf wenige Ausnahmen eine rote Zone. Sie können die gesamte Karte im Detail auf der Website des belgischen Außenministeriums einsehen. 

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