Zwei Verdächtige wegen Brandstiftung im Asylzentrum Bilzen verhaftet

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Brand im Asylzentrum in Grote-Spouwen in Bilzen (Limburg) sind zwei Personen verhaftet worden. Ein dritter Verdächtiger ist unter Auflagen auf freiem Fuß. Laut der Tageszeitung Het Belang van Limburg hat mindestens ein Verdächtiger rechtsextreme Sympathien. 

In der Nacht vom 10. auf den 11. November 2019 ging das künftige Asylzentrum in Grote-Spouwen in Flammen auf. Während der Löscharbeiten bekam die Feuerwehr Applaus von Schaulustigen. Die Stimmung in Grote-Spouwen war wegen des geplanten Asylzentrums in einem ehemaligen Altenheim angespannt. Die Polizei teilte später mit, dass es sich um Brandstiftung handelte. 

Nach längeren Ermittlungen kommen jetzt drei Personen in Verdacht. Die Staatsanwaltschaft Limburg bestätigte, dass zwei Personen in der Zelle sind und dass ein dritter Verdächtiger unter Auflagen frei ist.  

Laut Het Belang van Limburg handelt es sich bei einem Verdächtigen um einen 60-Jährigen aus Zutendaal. Er war im September noch in die Schlagzeilen geraten, nachdem er an einer Protestkundgebung der rechtsextremen Partei Vlaams Belang auf dem Heysel-Messegelände in Brüssel teilgenommen hatte. Er fuhr dort mit einem Pick-up auf, der mit einem Adler, einem SS-Symbol und einer Nazi-Parole vershen war. Die zweite verhaftete Person soll seine Partnerin sein. Die Staatsanwaltschaft wollte diese Information nicht bestätigen, aber aus zuverlässigen Quellen hieß es, dass diese beiden Personen an der Brandstiftung beteiligt gewesen sein sollen. 

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