Flandern einigt sich auf “Beton-Stopp”

Die drei Mehrheitsparteien in Flandern (N-VA, CD&V, Open Vld) haben sich am Mittwoch auf ein Dekret geeinigt, das die weitere Bebauung des öffentlichen Raums in Flandern bis 2040 stoppen soll. Gleichzeitig wird ein neues Dekret 12.000 Hektar als Wohnreservezone festlegen, in der bis 2040 nicht mehr gebaut werden darf. Dank der Einigung wissen Grundbesitzer jetzt auch, was ihnen als Entschädigung zusteht, wenn eine Bauparzelle in eine Zone fällt, die nicht mehr bebaut werden darf. 

Wer ein Baugrundstück verliert, weil es in einer neuen Bauverbotszone liegt, erhält fortan 100 Prozent des geschätzten Marktwertes zurück. Bisher hatten diese Grundbesitzer nur 80 Prozent des Anschaffungswertes erhalten.  

Es sind die Kommunen, die diese Entschädigungskosten tragen müssen, da sie es auch sind, die entscheiden, wo im öffentlichen Raum gebaut werden darf und wo nicht. 

Andererseits muss der Grundbesitzer mehr bezahlen, wenn seine Parzelle im Wert steigt, zum Beispiel wenn eine landwirtschaftliche Fläche in Bauland umgewandelt wird. Diese Grundbesitzer sollen 25 bis 50 Prozent des erzielten Mehrwerts an die Behörden abgeben müssen. 

Mit Wohnreservezonen, in denen bis 2040 vorläufig nicht gebaut werden darf, soll die Verhärtung des Bodens in Flandern gestoppt werden. 

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