Kurt Desplenter

Europakolleg schließt die Gemeinschaftsbereiche seiner Wohnheime nach Lockdownpartys

Das Europakolleg (offiziell College of Europe oder Collège d'Europe, inoffiziell auch niederländisch Europacollege) in Brügge hat angekündigt, dass es die Gemeinschaftsbereiche seiner Wohnheime schließt. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem die Studenten der Hochschule am vergangenen Wochenende schon wieder zwei Lockdownpartys in ihren Wohnheimen veranstaltet hatten. Es war nicht das erste Mal, dass Studenten des Kollegs dabei erwischt wurden, die Corona-Regeln zu missachten. 

Das Europakolleg, ist ein unabhängiges Hochschulinstitut für europäische Studien, mit Standorten im westflämischen Brügge und polnischen Natolin. Es wurde 1949 gegründet. Dort studieren zur Zeit 420 Doktoranden aus 50 Ländern, die 24.000 Euro Studiengebühren zahlen. Das renommierte Institut gilt als Kaderschmiede der EU.

Im Juni musste die Polizei eine Schimpftirade von Studenten über sich ergehen lassen, als sie in die Wohnheime kam, um Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen zu ahnden. Der Bürgermeister von Brügge, Dirk De fauw, erklärte, er hoffe, dass es jetzt, da die Gemeinschaftsbereiche der Wohnheime geschlossen wurden, keine weiteren Zwischenfälle mit den Studenten mehr geben wird.

"Ich habe gestern mit dem Rektor gesprochen und er steht voll und ganz hinter einem strengen Vorgehen der Polizei gegen Studenten, die in den verschiedenen Wohnheimen zu weit gehen. Das Europakolleg hat beschlossen, dass Gemeinschaftsbereiche wie das Wohnzimmer, in dem der Fernseher steht, für die Studenten gesperrt werden. Das bedeutet, dass sie keine Partys mehr veranstalten können", sagte Herr De fauw im Interview mit VRT NWS.  

Das Europakolleg  hat sechs Wohnheime (Foto) in Brügge. Sie bieten Unterkunft für Studenten aus verschiedenen europäischen Ländern. 

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