Im Tierpark von Planckendael, in Mechelen, kam ein Bonobo-Baby zur Welt

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November wurde in Planckendael ein Bonobo-Baby (Foto) geboren, teilte der Tierpark von Mechelen am Freitag mit. Der kleine Vyombo wird der 19. Bonobo der Gruppe, die nun aus 12 Weibchen und sieben Männchen besteht. Damit ist diese Bonobo-Gruppe die zweitgrößte in Europa. "In freier Wildbahn leben diese Menschenaffen in großen sozialen Gruppen. Wir versuchen, dies so gut wie möglich zu reproduzieren", sagt Amanda Wielemans vom Planckendael Zoo.

Seit mehr als 30 Jahren koordiniert Planckendael das europäische Zuchtprogramm für die vom Aussterben bedrohten Bonobos und führt weltweit das Herdbuch. Der Bonobo oder Zwergschimpanse ist eine Primatenart aus der Familie der Menschenaffen. Planckendael entscheidet also über die Zusammensetzung der Gruppen und Kombinationen für die Zucht, für alle Tierparks der Welt.

Vyombo (ein Swahili-Name) ist bereits das 19. Bonobo-Baby, das im Park geboren wurde, und eine zwanzigste Geburt ist bereits für nächsten Monat geplant. Nayembi wird voraussichtlich Ende Dezember oder Anfang Januar ein Baby zur Welt bringen. Die Zahl der wildlebenden Bonobos wird auf 15.000 bis 50.000 Individuen geschätzt, Tendenz rückläufig.

"Bonobos gibt es nur im Süden des Kongo-Flusses. Die Tiere werden für ihr Fleisch getötet oder gefangen und als Haustiere verkauft. Die größte Bedrohung ist die Zerstörung der Tropenwälder, in denen sie leben", heißt es in einer Pressemitteilung im Zoo.

"Die Bonobo-Gruppe Planckendael hilft uns, diesen Affen besser kennenzulernen, damit wir ihn in freier Wildbahn besser schützen können".

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