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Justizminister Van Quickenborne: Lockdown-Partygängern soll sofort der Prozess gemacht werden

Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) will, dass Lockdown-Partygänger sofort vor Gericht gestellt werden. Das sagte der belgische Justizminister im Fernsehfrühschoppen De zevende dag.  Im Brüsseler Stadtteil Laken hat die Polizei in der vergangenen Nacht eine Lockdownparty stillgelegt, auf der 100 Gäste anwesend waren. Auch in Antwerpen wurden verbotene Zusammenkünfte beendet. 

Van Quickenborne findet, dass die Staatsanwaltschaft die Zuwiderhandelnden direkt vor Gericht bringen muss, wo die Geldbußen mindestens 1.000 Euro betragen und der Richter auch eine Gefängnisstrafe verhängen kann. 

Wer ein Protokoll wegen der Anwesenheit auf einer Party erhält, muss normalerweise “nur” 250 Euro zahlen. Veranstalter erhalten eine Geldstrafe von 750 Euro. Der belgische Justizminister fordert, dass insbesondere bei “Wiederholungstätern” kein Auge zugedrückt wird. “Wer nicht hören will, muss fühlen, besonders diejenigen, die offensichtlich gegen die Regeln verstoßen”, betont der Minister im Fernsehen. 

Feiernde auch in Antwerpen

In Antwerpen traf die Polizei 18 Frauen in einem Café an, dessen Fenster und Türen zuvor verhängt worden waren. Dort fand eine Hochzeitsfeier statt. Auch an anderen Orten in Antwerpen wurden Feiern stillgelegt. In Deurne flüchteten die erwischten Gäste aufs Dach, wo die Fluchtversuche von der Polizei beobachtet wurden. 

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