Neuer Fahrplan der belgischen Bahn sieht 400 zusätzliche Züge pro Woche vor

Ab heute fahren die Züge der NMBS/SNCB nach einem neuen Fahrplan. Die Bahn setzt wöchentlich mehr als 400 zusätzliche Züge ein. Bis 2023 sollen fast 1.000 Züge extra auf dem belgischen Schienennetz fahren. Die belgische Bahn investiert insbesondere in extra frühe und späte IC-Züge zwischen Brüssel und den anderen Großstädten.

Der Fahrplan der NMBS/SNCB wird jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember aktualisiert. Meistens handelt es sich nur um kleinere Änderungen, aber um die drei Jahre wird der Fahrplan gründlich erneuert. 

Die Änderungen werden in verschiedenen Phasen eingeführt. Bis 2023 sollen 1.000 zusätzliche Züge pro Woche verkehren, davon etwa 200 allein an den Wochenenden. 

Ab sofort fährt werktags ein IC-Zug zwischen Kortrijk und Schaarbeek in Brüssel. Auch zwischen Brüssel und Leuven fahren zusätzliche Züge während der morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeit.  

Darüber hinaus wird in Anderlecht (am Bergensesteenweg, in der Nähe des Ceria-Campus) ein neuer Bahnhof eröffnet. An den Samstagen werden zusätzliche Spätzüge von und nach Gent-Sint-Pieters eingesetzt. 

Wenn alle in einer späteren Phase geplanten Erweiterungen umgesetzt sind, legen alle Züge zusammen jährlich 3,77 Millionen Kilometer mehr zurück als im vorigen Fahrplan möglich war. Die NMBS/SNCB erhöht damit ihr Zugangebot um 4,7 Prozent. 

Verband der Zug-, Tram- und Busreisenden begrüßt den neuen Fahrplan

Der neue Fahrplan sei ein Schritt nach vorne, aber es gebe noch Verbesserungen, vor allem in der Provinz Limburg, reagierte der Verband “TreinTramBus”. Dort dauert es noch mindestens ein Jahr, bis der IC-Zug Antwerpen und Hasselt verbindet. Städte wie Genk und Sint-Truiden hätten noch immer nur einen Zug pro Stunde, klagt der Verband. Auch das Wochenendangebot sei noch stets "bedeutend schwächer" als das Angebot an Werktagen. 

Andreas Kockartz

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