20.000 ehemalige Kumpel erhalten rückwirkend mehr Rente

Das belgische Rentenamt hat mit der Auszahlung von ausstehenden Rentenzahlungen an pensionierte Bergarbeiter, die in den Zechen in der Provinz Limburg gearbeitet haben, begonnen. Rund 20.000 ehemalige Kumpel haben in den vergangenen 30 Jahren zu wenig Rente bekommen, weil die Berechnungen ihrer Pensionen nicht den damals geltenden Regelungen entsprach. Dieser Fehler wird jetzt teilweise geradegebogen.

Die fehlerhafte Rentenberechnungen von vor 30 Jahren wurden erst 2019 entdeckt und Ende des Jahres hatten zahlreiche ehemalige Kumpel in Brüssel vor dem Rentenamt protestiert und ihre ausstehenden Renten eingefordert.

Danach besprach die belgische Regierung dieses Thema und im Mai 2020 stimmten die Abgeordneten in der Ersten Kammer des Bundesparlaments einem Gesetz zu, mit dem die fehlerhafte Rentenberechnung nachträglich korrigiert wird.

Das bedeutet für rund 20.000 Kumpel, die unter Tage in den limburgischen Zechen gearbeitet haben bzw. für deren Witwen, dass sie ein Anrecht auf Nachzahlung der ausstehenden Pensionen haben. Dabei wird 10 Jahren zurückgerechnet und jeder Betroffene erhält durchschnittlich 200 Euro pro Monat rückwirkend.

Nach Angaben des „Freundeskreises der Bergarbeiter der Kempischen Steinkohleminen“ wird jede einzelne Pension jedes betroffenen Ex-Kumpels neu berechnet und sechs Wochen danach erfolgen die Auszahlungen. Einige haben ihr Geld bereits erhalten und alle anderen werden bis März 2021 ausbezahlt. 

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