Steigende Corona-Neuinfektionen: Experten fordern längere Weihnachtsferien

Angesichts der erneut steigenden Infektionen mit dem Corona-Virus fordern Experten eine Verlängerung der Weihnachtsferien für die Schulen. Normalerweise dauern die Weihnachtsferien vom 21. Dezember bis zum 4. Januar. Der belgische Immunologe Hans-Willem Snoeck hatte diese Möglichkeit am Mittwochabend in der TV-Gesprächsrunde Terzake erwogen.  OECD-Experte und Pädagoge Dirk Van Damme pflichtet ihm über Twitter bei.

Angesichts der erneut steigenden Corona-Zahlen in Belgien plädiert der belgische Immunologe Hans-Willem Snoeck (Columbia University) für eine Verlängerung der Weihnachtsferien. In der Tageszeitung De Morgen sagt Snoeck, dass die Ferien sogar bis Ende Januar dauern könnten.

Man habe die Rolle der Schulkinder bei der Verbreitung des Corona-Virus bislang unterschätzt: "Wir dachten immer, dass Kinder unter zehn Jahren kein großes Problem sind. Jetzt sehen wir in dieser Altersgruppe den stärksten Anstieg, was mich enorm überrascht.“ Über die Ursache für diese Entwicklung sei man sich noch nicht im Klaren, so der Wissenschaftler.

Deswegen ruft Snoeck die Politik auf, eine Betreuung für Kinder von Menschen in wesentlichen Berufen und für Kinder mit besonderen Bedürfnissen vorzusehen. Um das Lerndefizit aufzufangen, könne man eine Woche von den Osterferien und von den Sommerferien streichen oder auch Unterricht am Mittwochnachmittag geben.

Dritte Welle noch bevor die zweite Welle vorbei ist?

Der hohe Beamte bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Van Damme, pflichtete dem Immunologen über Twitter bei: „Ich habe lange gezögert und finde es schrecklich, aber ich befürchte, dass er Recht hat. Ohne die Schließung der Schulen geraten wir in die dritte Welle, noch bevor die zweite Welle vorbei ist.“

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