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Europäische Kommission wird heute Abend den Corona-Impfstoff von Pfizer-BioNTech freigeben

Die Europäische Kommission wird wahrscheinlich heute Abend den Corona-Impfstoff von Pfizer-BioNTech genehmigen. Das sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter nach der positiven Stellungnahme der Europäischen Arzneimittelagentur.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt auf Grundlage ihrer Überprüfungen eine bedingte Marktfreigabe für den Impfstoff des deutschen Unternehmens BioNTech und seinem Partner Pfizer. Das teilte die EMA Montagnachmittag in einer Pressekonferenz mit. Die Arzneimittelbehörde lässt also den Impfstoff von BioNTech und Pfizer zu.

Bisher hieß es, dass die Europäische Kommission ihre Zustimmung zur Marktfreigabe des BioNTech-Impfstoffs erst am 23. Dezember erteilen würde, aber das ist bereits am heutigen Montag der Fall. Das galt sowieso als Formsache.

Die Marktfreigabe ist ein wichtiger Schritt für den Start von Impfkampagnen in der Europäischen Union. Sie können fast sofort nach der Genehmigung beginnen, obwohl Von der Leyen kürzlich den 27. Dezember als Starttermin vorschlug.

Der Impfstoff mit dem offiziellen Namen BNT162b2 ist damit für ein Jahr bedingt für den Markt zugelassen. Für die Mitgliedsstaaten der EU hat dieser Weg der Zulassung den Vorteil, dass die Haftung beim Hersteller liegt. Im Gegensatz dazu haftet bei Notzulassungen jeweils der Staat.

Klinische Versuche mit dem Impfstoff, der in Puurs (Foto) im Großraum Antwerpen hergestellt wird, haben eine Wirksamkeit von 95 % gegen das Corona-Virus gezeigt.

(Lesen  Sie bitte weiter, unter dem Foto)

15,5 Euro pro Dosis

Laut einem internen EU-Dokument vom 18. November, das von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert wird, wird die Europäische Union 15,5 € pro Dosis des Impfstoffs von Pfizer-BioNTech zahlen, etwas mehr als der Preis, den die belgische Haushaltsministerin Eva De Bleeker (Open VLD) letzte Woche enthüllt hat.

Wie bei Impfstoffkandidaten anderer Firmen wurde dieser Preis normalerweise vertraulich behandelt, um die Verhandlungsposition der verschiedenen Parteien nicht zu schwächen, sei es die Herstellerfirma oder die Europäische Union, die versucht, den besten Preis zum Wohle der Bevölkerung zu erzielen. Doch als Frau De Bleeker am Donnerstagnachmittag am Rande einer Haushaltsdebatte im Abgeordnetenhaus auf Twitter eine Tabelle mit Zahlen zu den Preisen der verschiedenen von Belgien gezahlten Impfstoffe enthüllte, wurde diese Vertraulichkeit verletzt und das zum großen Missfallen des Pharmasektors und der europäischen Behörden.

Die Staatssekretärin zog ihren Tweet schnell zurück und räumte ein, dass sie in Sachen Transparenz zu weit gegangen sei, versicherte aber gleichzeitig, dass sie nichts gefährdet habe und warnte, dass diese Zahlen weder vollständig noch offiziell seien. Die Dosis des Impfstoffs von Pfizer/BioNTech wurde mit 12 Euro angegeben.

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