Elscolab

Ostflämisches Unternehmen kann neue Corona-Impfstoffe tiefkühlen: Große Nachfrage

Die Firma Elscolab in Kruibeke (Provinz Ostflandern) kann der Nachfrage nach großen Gefrierschränken, die den neuen Corona-Impfstoff von Pfizer/BioNTech bei extrem niedrigen Temperaturen lagern können, kaum nachkommen. Bestellungen kommen von Regierungen und anderen Gesundheitseinrichtungen: "Die Nachfrage ist enorm, die Wartezeiten betragen bis zu 3 Monate".

Ab Montag, dem 28. Dezember, beginnen in Belgien die ersten Impfungen gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech. Dieser Impfstoff muss bei extrem niedrigen Temperaturen aufbewahrt werden, bis zu minus 80 Grad. Deshalb bestellen viele Regierungen und Pflegeeinrichtungen jetzt massenhaft Ultratiefkühlschränke bei der Firma Elscolab in Kruibeke. "Es gibt sehr viele Bestellungen und zum Glück haben wir noch einige Tiefkühltruhen auf Lager", so Geschäftsführer Thomas Gailliaert. Derzeit liegen 60 Bestellungen vor, das ist dreimal so viel wie normal.

Die traditionellen Kunden der großen Gefriergeräte, die sehr tiefe Temperaturen erreichen können, sind Universitäten, Forschungsinstitute, Pharma- und Biotech-Unternehmen. "Wir haben in den letzten Wochen wirklich eine deutliche Verschiebung festgestellt. Plötzlich gibt es auch andere Aufträge, hauptsächlich von Regierungen und Krankenhäusern. Es gibt auch ein paar individuelle Anfragen von medizinischen Transportunternehmen und Allgemeinmedizinern. Sie wollen sich anscheinend nicht nur auf die offiziellen Kanäle verlassen", betont Galliaert.

Wir produzieren riesige Gefrierschränke, aber auch kleinere, um den Impfstoff zu transportieren.

Thomas Gailliaert von Elscolab

Elscolab liefert verschiedene Typen von Gefrierschränken. Es gibt die großen Geräte, bis zu 800 Liter, für die zentrale Lagerung der Impfstoffe. Es gibt aber auch kleinere, mit etwa 25 Litern. Sie sind geeignet, um den Transport von Impfstoffen zu ermöglichen. "Vergleichen Sie es mit einer Tiefkühltruhe, die Sie zu Hause haben. Die unseren arbeiten auch mit Strom."

Laut Elscolab sind diese Gefrierschränke die sicherste Art, den neuen Impfstoff zu transportieren. "Sie können auch mit Trockeneis arbeiten. Aber das ist ein Sicherheitsrisiko. Menschen, die damit in Berührung kommen, können z. B. Verbrennungen bekommen. Unsere Tiefkühltruhen arbeiten auch bei sehr kalten Temperaturen und brauchen Schutz, aber etwas weniger als Trockeneis". 

"Der Testtag hat gezeigt, dass es noch Probleme gibt"

Die groß angelegte Corona-Impfung ist auch logistisch eine sehr komplexe Angelegenheit. Es wird viel unterstützendes Material benötigt, wie z. B. Gefrierschränke. "Ich weiß nicht, ob es funktionieren wird und ob alle in der Kette rechtzeitig Material haben werden. Das wird spannend", sagt Galliaert. Letzte Woche gab es einen weiteren Impftesttag, um zu prüfen, ob genug Material vorhanden ist, um die Impfung richtig zu starten. Es zeigte sich, dass nicht nur Gefrierschränke ein Problem sein können, auch das Fehlen von Spezialhandschuhen ist noch nicht gelöst.

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