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Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weniger stark, Todesfälle gehen leicht zurück

Den neuesten Zahlen des belgischen Gesundheitsinstituts Sciensano zufolge sind die Neuinfektionen in der Woche vom 13. bis 19. Dezember um 7 Prozent auf im Schnitt 2.523 pro Tag gestiegen. Die Zunahme vollzieht sich weniger schnell als in den Tagen davor.  

Zwischen dem 12. und 18. Dezember waren durchschnittlich 2.529 Neuinfektionen pro Tag bestätigt worden. Auf Wochenbasis lag die Zunahme der neuen Corona-Fälle am Dienstag damit bei 10 Prozent. Am Montag waren 13 Prozent mehr Corona-Infektionen registriert worden.  

Der steigende Trend scheint vorerst unterbrochen, fasst Sciensano-Virologe Steven Van Gucht die Entwicklung der Corona-Epidemie in Belgien zusammen: “Vor ein paar Tagen stiegen die Infektionen doppelt so schnell. Die kommenden Wochen, sofern sie ruhig und besinnlich verlaufen, können diesen Trend weiter beschleunigen, vorausgesetzt, wir verbringen diese Zeit in unserem gewohnten kleinen Kreis". 

Van Gucht wies auch darauf hin, dass es Belgien merklich besser gehe als vielen anderen europäischen Ländern. 

Die Infektionsraten steigen in der Region Brüssel-Hauptstadt zurzeit am stärksten an (+20 %). In Flandern und in der Wallonie liegt der Anstieg bei+8 % bzw. +2 %.

Allerdings steigen die Infektionsraten in den Provinzen Antwerpen und Namur noch immer um 15 %. In Hennegau, Flämisch-Brabant und Luxemburg sind die Zahlen rückläufig. 

Alle Altersgruppen, außer die über 80-Jährigen, verzeichnen mehr Ansteckungen. Am häufigsten stecken sich zurzeit die 30- und 40-Jährigen mit Corona an. 

Vom 16. bis 22. Dezember wurden im Schnitt 182 Patienten pro Tag ins Krankenhaus eingeliefert. Das ist genau so viel wie in der Vorwoche. Am Dienstag wurden 214 neue Corona-Patienten aufgenommen, 252 Personen durften das Krankenhaus verlassen. 

Insgesamt befinden sich jetzt 2.560 Patienten mit einer Corona-Infektion in einem belgischen Krankenhaus: ein leichter Rückgang im Vergleich zu den Zahlen am Dienstag. Davon liegen 539 auf einer Intensivstation: auch das ist eine leichte Verbesserung. 

Die durchschnittliche Zahl der Todesfälle pro Tag ist rückläufig, wenn auch nur leicht. In der Woche vom 13. bis 19. Dezember starben im Schnitt 91 Patienten pro Tag an oder mit dem Corona-Virus. Das sind 3 Prozent weniger als in der Vorwoche. 

Zwischen dem 13. und 19. Dezember wurden täglich im Schnitt 38.500 Tests durchgeführt. Das sind 17 Prozent mehr Corona-Tests als in der Vorwoche.  

Die Positivitätsrate (die Anzahl der positiven Tests von allen abgenommenen Tests) sinkt damit geringfügig auf 7,6 Prozent. Das bedeutet, dass weniger als 8 von 100 der durchgeführten Tests positiv waren. 

Die neuesten Grafiken zu den Infektionen, Todesfällen und Krankenhausaufenthalten werden auf der Website von Sciensano veröffentlicht. 

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