Olivier Vin - heymana.com

Seit März: fast 148.000 Verstöße gegen Corona-Vorschriften gemeldet

Die belgischen Staatsanwälte teilen mit, dass fast 148.000 Verstöße gegen die Corona-Vorschriften gemeldet worden sind. “Es handelt sich um Leute, die andere bespuckt oder die Ausgangssperre ignoriert haben", sagt An Schoonjans von der Generalstaatsanwaltschaft. Etwa 15.000 Menschen wurden vor Gericht geladen. 

Seit März haben die Staatsanwälte 147.969 Akten bearbeitet. In 16.672 Fällen waren Minderjährige betroffen. "In 60 Prozent der Fälle wird den Beschuldigten eine gütliche Einigung vorgeschlagen. Mehr als die Hälfte hat die Geldbuße bereits bezahlt", so An Schoonjans.  

Wer die Zahlung weigert, muss vor Gericht erscheinen. Teilnehmer an einer Lockdownparty oder deren Veranstalter werden sofort vor Gericht gestellt. Die gemeldeten Verstöße sind vielfältig. “Es handelt sich um Leute, die andere bespuckt oder die Ausgangssperre ignoriert haben oder keine Maske tragen wollten”, sagte Schoonjans. 

"Seit März sind rund 15.000 Menschen vor Gericht geladen und 8.000 Urteile bereits ausgesprochen worden," sagte Schoonjans. 

Durchsetzung der Maßnahmen ist Priorität für die Polizei

Die Staatsanwaltschaft hat die Durchsetzung und Verfolgung der Corona-Maßnahmen zu einer Priorität gemacht. Das strenge Vorgehen bedeutet für die Staatsanwälte eine Menge zusätzlicher Arbeit: "Aber das ist im Interesse der öffentlichen Gesundheit. Auch zum Jahresende bleiben die Staatsanwälte auf ihrem Posten und arbeiten rund um die Uhr mit der Polizei zusammen."

“Nur zwei Prozent der Klagen vor dem Strafgericht wurden wegen anderer Prioritäten zu den Akten gelegt”, betonte Schoonjans. In 22.963 Fällen konnten keine Beweise für die Verstöße erbracht werden.  

Meist gelesen auf VRT Nachrichten