Hohes Venn im romantischen Schneekleid: Polizei rät dringend davon ab, hinzufahren

Die belgische Bundespolizei ruft dazu auf, am heutigen Sonntag auf keinen Fall einen Ausflug ins  Hohen Venn zu machen. In den letzten Tagen ist auf der Hochebene im Osten des Landes Schnee gefallen, und das lockt in Corona-Zeiten und Weihnachtsferien zahlreiche Schneetouristen aus ganz Belgien in die Region. Infolgedessen kam es gestern, Samstag, zu Staus auf den Straßen in Richtung Baraque Michel und Signal de Botrange und alle Parkplätze waren überfüllt.   

"Wir zählten Tausende von Besuchern", sagte Jean-Michel Spontin vom Naturpark Hohes Venn-Eifel dem französischsprachigen Sender RTBF. "Es stimmt, dass die Aussicht mit all dem Schnee wunderschön ist, aber wenn Besucher hierher kommen, landen sie im Stau wie auf einer überfüllten Autobahn. Von dem idyllischen Bild, das man sich erhofft hatte, bleibt dann nicht viel übrig, wenn man erst einmal hier ist". Laut Spontin lassen die Leute ihre Autos auch einfach irgendwo stehen (siehe Foto unten) und deshalb wurden gestern etwa 200 Fahrer mit einem Bußgeld belegt.

Außerdem wird es schwierig, Corona-Sicherheitsabstand zu halten, wenn sich zu viele Personen am selben Ort befinden.

"Wir haben auch festgestellt, dass die Tagesausflügler die Regeln unseres Naturparks weniger respektieren als diejenigen, die öfters zum Wandern in unsere schöne Region kommen", sagt Jean Collard von "Les Amis de la Fagne" (dt.: „Freunde des Hohen Venns“) bei der RTBF. 

"Wir raten allen, die Richtung Hohes Venn (Baraque Michel, Signal de Botrange,...) fahren wollten, dies auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben", twitterte die Polizei.

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