Können wir das Impfprogramm gegen COVID_19 nicht ein bisschen beschleunigen?

Gestern wurde bekannt, dass Senioren außerhalb von Pflegeheimen und Patienten mit chronischen Krankheiten in der Altersgruppe von 45 bis 65 Jahren erst ab Mai gegen Coronaviren geimpft werden sollen.  Pierre Van Damme (Foto), Professor für Vakzinologie an der Universität Antwerpen erklärt im VRT-Radiomorgenmagazin ‚De Ochtend‘ (dt.: ‚Der Morgen‘), alles hänge von der Verfügbarkeit der Impfstoffe gegen das Coronavirus ab: "Wir würden wirklich gerne junge Menschen vor dem Sommer impfen".

Nächsten Sommer.  Das ist laut dem belgischen Impfprogramm der Zeitpunkt, an dem sich belgische Jugendliche auf eine Corona-Impfung freuen können.  Pierre Van Damme beteuert,  er und sein Team würden alles tun, um dies vorzuziehen, aber das hänge von der Zulassung und der Verfügbarkeit der Impfstoffe ab.

Die ersten, symbolischen Impfungen beginnen am morgigen Montag, dem 28. Dezember. Dann sind ab dem 5. Januar die Pflege- und Seniorenheime als erste an der Reihe sind und nach der derzeitigen Planung werde ab März das Gesundheitspersonal und die Ersthelfer geimpft.

Andere Bevölkerungsgruppen schneller impfen?

Professor Pierre Van Damme: "Wir haben rund um die Uhr gearbeitet, um Szenarien zu entwerfen.  Wir haben das Vakzin von Pfizer/BioNTech. Moderna soll Anfang Januar zugelassen werden, Janssen (Johnson&Johnson) im März.  Wenn die Zulassung und die Lieferung der Impfstoffe reibungslos verläuft, können wir unseren Zeitplan überdenken und eventuell schneller loslegen."

"Jede Woche trifft sich eine Arbeitsgruppe, die überlegt, welche Gruppen Priorität bekommen, und um Feedback aus der medizinischen Welt und der Ethikkommission zu erhalten.  Wir wollen flexibel sein und können das Impfprogramm im Laufe der Zeit anpassen. Je mehr Impfstoffe zur Verfügung stehen, desto schneller können wir Gruppen parallel impfen oder vorziehen."

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