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Vorsicht Kriminelle: Europol warnt vor Betrug mit Corona-Impfstoffen

Zum Beginn der Corona-Impfungen in Belgien und anderen EU-Staaten warnt die europäische Polizeibehörde Europol vor Betrügern. Es bestehe die reale Gefahr, dass Kriminelle versuchen, die immense Nachfrage auszunutzen, sagte die belgische Direktorin Catherine De Bolle (Foto unten) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am heutigen Sonntag.

Darauf gebe es schon konkrete Hinweise, wie etwa Verkaufsangebote in sozialen Netzwerken. Wer darauf anspringe, dem werde entweder nach Bezahlung gar nicht geliefert oder er bekomme gefälschten Impfstoff. „Wenn man Opfer eines solchen Betrugs wird, kann das natürlich ernste gesundheitliche Folgen haben“, warnte De Bolle. Europol habe den Mitgliedstaaten bereits eine Warnmeldung übermittelt und sie aufgerufen, sehr wachsam zu sein.

Hochsicherheitstransporte

Auch müssten die Behörden auf Diebstahlsversuche vorbereitet sein. „Im ersten Lockdown hatten es Banden zum Beispiel auf Schutzmasken-Transporte abgesehen. Das ist jetzt auch beim Impfstoff eine Gefahr“, sagte De Bolle. Europol identifiziere mögliche Hotspots, an denen eine besonders hohe Gefahr für entsprechende Straftaten bestehen könnte. „Außerdem gibt es auch eine spezielle Polizei-Kooperation in der EU, um die Transporte zu beschützen.“ 

Die Europäische Kommission hat am vergangenen Montag grünes Licht für den Einsatz der Impfstoffe von Pfizer/BioNTech gegeben. Die meisten von ihnen werden vom belgischen Pfizer-Werk in Puurs gefertigt und abtransportiert. Mehrere Zeitungen haben bereits geschrieben, dass der Transport strengen Sicherheitsmaßnahmen unterliegt, dass die Polizei die Konvois begleitet und dass die Fahrer selbst keinen Zugang zu ihren Ladebuchten haben. Finanzminister Vincent Van Peteghem (CD&V) kündigte am Samstag außerdem an, er habe mit den belgischen Zollbehörden dafür gesorgt, dass die  Impfstofflieferungen nicht vom Zoll aufgehalten werden.

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