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Club Brügge weiter vorne, Trainerentlassung bei Standard und neue ProLeague-Regeln

In der ersten belgischen Fußball-Liga liegt Club Brügge nach dem 19. Spieltag weiter vorne. Am Wochenende gewannen die „Blau-Schwarzen“ gegen AS Eupen (Foto). AA Gent konnte nicht zum 4. Mal hintereinander unter dem neuen Trainer gewinnen und verlor in Kortrijk. Und Standard Lüttich hat seinen Trainer gefeuert. In der Jupiler Liga gibt es auch Neuerungen: So dürfen ab dem neuen Jahr pro Spiel und pro Mannschaft 5 Spieler ausgewechselt werden und Torjubel muss ab sofort Corona-konform erfolgen.

Club Brügge besiegte die AS Eupen am 19. Spieltag deutlich mit 3:0 und führt die Tabelle weiter an. Der Club hat jetzt 39 Punkte auf dem Konto, 4 mehr als Verfolger KRC Genk. Die Genker verpassten den direkten Anschluss an die Spitze, weil sie gegen Waasland-Beveren nur ein 1:1 zustande brachten. Das gleiche kann vom SC Charleroi gesagt werden. Die „Carolos“ verloren mit 2:1 beim Antwerp FC. Charleroi bleibt Dritter vor dem RSC Anderlecht und Antwerp.

Die Anderlechter scheinen ihre sportliche Krise in den Griff bekommen zu haben und gewannen mit 2:0 gegen Beerschot. OH Löwen strauchelte gegen KV Ostende und verlor die Partie mit 1:2, bleibt also hinter Antwerp und vor Beerschot Tabellen-Sechster.

KV Kortrijk gewann mit 1:0 gegen AA Gent und steht mit 26 Punkten auf Rang 8 vor den Gentern, denen ein vierter Sieg in Folge unter dem neuen Trainer Hein Vanhaezebrouck nicht vergönnt war. Weitere Ergebnisse: Zulte Waregem gegen Cercle Brügge 1:0, KV Mechelen gegen Excel Mouscron 2:1.

Standard Lüttich verlor zu Hause gegen STVV Sint-Truiden mit 1:2. Das war dann das Aus für Coach Philippe Montanier und seinen Assistenten. Nach anhaltend schlechter Leistung und „Angsthasen-Fußball“ war die Sache für Standard CEO Alexandre Grosjean gelaufen. Wer die Lütticher aus der Misere holen soll, ist noch nicht bekannt. 

Neuerungen

Die belgische ProLeague, der Verband der hiesigen Profimannschaften, passt das Regelwerk an und ermöglicht ab dem Jahreswechsel 5 Spielerwechsel pro Mannschaft. Dies gilt vorerst für die laufende Saison 2020/2021. Damit sollen die Spieler entlastet werden, die nicht zuletzt wegen der zahlreichen Nachholspiele sehr oft antreten müssen. Die ProLeague erlaubte diese Möglichkeit bereits am letzten Wochenende, doch reger Gebrauch wurde davon noch nicht gemacht.

Nach vielen Protesten von belgischen Landsleuten und aus der Politik macht die ProLeague jetzt auch Ernst mit dem nicht gerade den Corona-konformen Torjubel auf den Fußballfeldern im Profibereich. Spieler und Mannschaften haben Vorbildfunktion und deshalb ist Knuffeln und Umarmen nach Treffern jetzt quasi verboten und wird mit Bußgeldern für die Vereine geahndet.

Verstöße auf und neben dem Spielfeld (z.B. „Rudelbildung“ bei Streitigkeiten) und auch in den Umkleidekammern sollen in den Spielbericht der Schiedsrichter aufgenommen werden. Bei Feststellungen werden einem Erstliga-Club 10.000 € fällig und bei Zweitliga-Vereinen 5.000 €. 

Damit soll jetzt Schluss sein...

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