Sturmtief "Bella" sorgte für Strom aus Windenergie in Rekordhöhe

Der Sturm „Bella“ brachte am vergangenen Wochenende sehr schlechtes Wetter mit Regen und Nebel sowie Schnee in den Höhenlagen und anhaltenden Sturm mit heftigen Windböen. Doch gerade darüber freute sich der eine oder andere Zeitgenosse aus dem Bereich regenerative und nachhaltige Energie, denn die Windräder im Land drehten auf vollen Touren.

Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h brachten dabei schon am Samstagabend für die Windkraft eine Rekordmenge von 3,80 Gigawatt Strom. Diese Menge entspricht in etwa drei Vierteln der Kapazität der belgischen Kernkraftwerke, die bei durchschnittlich 5 Gigawatt liegt. 

Auch am Sonntag stürmte es weiter anhaltend, doch die Schäden blieben glücklicherweise eher gering. Einige Bäume knickten um, wie unsere Fotos (unten) aus Lierde bei Oudenaarde in der Provinz Ostflandern zeigen, und unbefestigte Gegenstände flogen umher. 

Elindus, Anbieter von Windenergie für den industriellen Verbrauch, teilte dazu aber mit, dass auch diese Rekordmenge an Elektrizität aus Windrädern nicht dabei geholfen hat, das angepeilte Jahresziel von 13 Prozent Energie aus nachhaltiger Quelle zu erreichen. 2020 wird Belgien knapp 11,68 % seines Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen erwirtschaften.

In den letzten Jahren kamen auch in Belgien stets mehr Windkraftanlagen hinzu, z.B. Offshore-Anlagen vor der belgischen Nordseeküste. Doch in Flandern bildet sich nach wie vor rasch enormer Widerstand, wenn irgendwo auf dem Festland Windkraftanlagen entstehen sollen. Dadurch wird es schwierig, alle geplanten Projekte in dieser Hinsicht auch umsetzten zu können. 

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