Trotz Corona: Viele Flamen gründen neue Unternehmen oder machen sich selbständig

Im zu Ende gehenden Jahr 2020 wurden in Belgien rund 120.000 neue Unternehmen gegründet. Das sind trotz Corona nur einige weniger, als 2019, wie aus Zahlen des Business-Magazins Trends/Tendences und der Neutralen Selbständigen-Gewerkschaft NSZ ersichtlich ist. Der Großteil dieser neuen Unternehmen entfällt auf das belgische Bundesland Flandern.

Dieses Jahr wurden in Flandern 72.205 neue Unternehmen angemeldet. Im vergangenen Jahr wurden hier hingegen „nur“ 70.465 neue Firmen registriert. Das bedeutet, dass trotz der Corona-Gesundheits- und Wirtschaftskrise mehr Flamen den Sprung in die Selbständigkeit gewagt haben, als letztes Jahr.

Deutlich ist aber auch, dass auch diese Vorgänge von Corona geprägt waren. Nur 4.411 der neuen Unternehmen in Flandern sind im Gastronomie-Sektor zu finden - 20 % weniger als 2019. Auch bei den sogenannten Kontaktberufen wie Frisöre oder Tattoo-Studios ging die Zahl der Neugründungen stark nach unten.

Bei medizinischen Berufen gingen die Unternehmensgründungen sogar um 28 % zurück. Junge Leute, die in diesem Sektor eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben, gingen wohl lieber ins Krankenhauswesen oder in den Pflegebereich.

Doch ein Sektor boomte im vergangenen Jahr auch in Flandern und das war der Online-Handel. 2020 wurden in diesem Bereich 4.244 neue Unternehmen gegründet - 60,9 % mehr als im Vorjahr. Hier konnten die neuen Firmen vom Trend des auch online verlaufenden Trend „lokal einkaufen“ profitieren. 

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