Corona-Test und Quarantäne für Belgier, die von einer Auslandsreise zurückkehren?

Verschiedene Gesundheitsexperten fordern verstärkte Präventionsmaßnahmen zum Schutz des Landes, insbesondere gegen das Eindringen der neuen, sehr viel ansteckenderen Corona-Mutation, die in Großbritannien nachgewiesen wurde und nun auch in anderen Ländern, etwa in Norddeutschland, vorkommen soll. Sie schlagen vor, Belgier, die von einer Auslandsreise zurückkehren, zu zwingen, einen kürzlich durchgeführten negativen Corona-Test vorzulegen. Zurzeit müssen nur Nicht-Belgier, die (wieder) in unser Land einreisen wollen, einen solchen negativen Test vorweisen.

Laut dem Biostatistiker Geert Molenberghs (Foto unten), der von VRT NWS interviewt wurde, könnte der Screening-Test direkt bei der Ankunft der Belgier am Flughafen durchgeführt werden. "Es muss ein kombinierter Test mit einer Quarantäne sein, und dann müssen die zurückkehrenden Reisenden verpflichtet werden, sich nach 7 Tagen erneut testen  lassen", erklärt der Experte von der Universität Hasselt und der KU Leuven.

"Auf diese Weise konnten wir mögliche Schlupflöcher im System reduzieren. Am einfachsten wäre es, die Tests am Flughafen oder am Brüsseler Südbahnhof, wo die Eurostar-Züge ankommen, durchführen zu lassen. Dies würde die Belgier nicht dazu verpflichten, an dem Ort, den sie im Ausland verlassen, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um einen Coronatest zu erhalten. So wäre es für Reisende etwas einfacher", findet Molenberghs.

Die Experten raten der Politik, die Präventionsregeln für zurückkehrende Reisende zu verschärfen. Während die Zahl der täglichen Neuinfektion in Belgien seit einigen Tagen zurückgeht, wollen die Experten verhindern, dass sich die Epidemie erneut ausbreitet.

Der genaue Inhalt des Gutachtens, das die Experten am Dienstag an die belgischen Behörden übergeben wollen, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten