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Hacker blockieren Computersysteme eines Antwerpener Corona-Labors

Das General Medical Laboratory in Hoboken, das viele Corona-Tests durchführt, wurde gehackt. Dies berichtet die Tageszeitung ‚Gazet van Antwerpen‘ in ihrer Dienstagsausgabe und die Meldung wurde VRT NWS bestätigt. Die Hacker haben die Computer blockiert und verlangen ein Lösegeld, um alle Systeme wieder freizugeben. 

Nach Angaben des Labors wurde das Lösegeld nicht bezahlt, sondern die Staatsanwaltschaft in Antwerpen eingeschaltet. Letzteres wird auch von der Staatsanwaltschaft selbst bestätigt. "Die Abteilung Computerkriminalität der Bundespolizei hat Ermittlungen eingeleitet", heißt es. 

"Wir sind ein sehr eigenartiges Ziel für Hacker", findet das Labor selbst. "Wir arbeiten an einer Lösung, um so schnell wie möglich wieder starten zu können." Nach Angaben des Labors war nur das Betriebssystem betroffen. "Es wurden keine Informationen gestohlen."

Das Labor führt jeden Tag etwa 3.000 Corona-Tests durch, das sind etwa 5 Prozent der belgischen Testkapazität. Seit gestern, Montag,  steht die Arbeit komplett still.

Es ist nicht das erste Mal, dass Hacker es auf Unternehmen abgesehen haben, die in der Corona-Krise wichtig sind. Anfang des Monats war die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) in Amsterdam das Ziel eines Angriffs. Die Hacker waren in der Lage, Dokumente über den Corona-Impfstoff von Pfizer/BioNTech einzusehen. Zu diesem Zeitpunkt musste die Arzneimittelbehörde noch grünes Licht für den Impfstoff geben. 

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