Corona in Belgien: Die Zahlen gehen weiter nach unten

Die Corona-Statistik für Belgien weist weiter in Richtung einer möglichen Entspannung. Sowohl die Zahl der Neuansteckungen mit Covid-19, als auch die der Krankenhausaufnahmen und der Sterbefälle gehen weiter nach unten. Doch nach Ansicht von Virologen sind diese positiven Zahlen vorerst noch mit Vorsicht zu genießen. Inzwischen gehen die Impfungen in den Seniorenwohn- und Pflegeheimen weiter.

Im Zeitraum 23. bis 29. Dezember wurden pro Tag durchschnittlich 158 Corona-Patienten in Krankenhäusern aufgenommen - 14 % weniger als in der Vorwoche. Am Dienstag, 29. Dezember, wurden 199 Patienten eingeliefert, während 201 Personen aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten. Derzeit werden 2.423 an Corona erkrankte Personen in Krankenhäusern in unserem Land behandelt. 499 davon müssen intensiv behandelt werden und von denen wiederum sind 247 an Beatmungsgeräten angeschlossen.

Die Zahl der Sterbefälle durch Corona geht ebenfalls weiter nach unten. Zwischen dem 20. und dem 26. Dezember wurden pro Tag durchschnittlich 77 Sterbefälle registriert - 18 % weniger als im vorangegangenen Messzeitraum. Bisher starben in Belgien 19.361 Personen an Covid-19.

Weniger Infizierungen, aber Vorsicht bleibt geboten

Die Zahl der neuen Infizierungen mit dem Virus geht in Belgien ebenfalls zurück. Zwischen dem 20. und dem 26. Dezember wurden pro Tag durchschnittlich 1.801 neue Ansteckungen registriert. Das entspricht einem Rückgang um 29 % gegenüber der Vorwoche. Im gleichen Zeitraum wurden täglich durchschnittlich 29.700 Tests durchgeführt. Davon waren 7,2 % positiv.

Der Virologe Steven Van Gucht, Leiter des staatlich-belgischen Gesundheitsamtes Sciensano, sagte, dass diese sinkenden Werte erst einmal mit Vorsicht zu genießen seien: „Es ist möglich, dass sich die Leute während den Feiertagen weniger schnell testen lassen. Und einen möglichen nachteiligen Effekt der weihnachtlichen Familientreffen können wir erst im Januar erkennen.“

Weitere Impfungen

Inzwischen gehen die Impfungen in Belgien weiter. An diesem Mittwoch werden z.B. die Bewohner und die Beschäftigten in mehreren Seniorenwohn- und Pflegeheimen in Flämisch-Brabant gegen Covid-19 geimpft. Auch dieses Mal werden die Impfdosen, die im Pfizer-Werk in Puurs (Prov. Antwerpen) produziert wurden, durch die Universitätsklinik von Löwen (UZ Leuven) verteilt. Ab dem 5. Januar beginnt die Impfkampagne gegen Corona in Belgien definitiv.

Dass die britische Medikamentenbehörde MHRA (Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency) dem von der Universität Oxford und dem Pharmaunternehmen Astra-Zeneca entwickelten Impfstoff ein positives Gutachten erteilt, kann auch Vorteile für Belgien haben. Belgien hat bereits vor Monaten 7,5 Millionen Impfdosen bei AstraZeneca bestellt und entsprechende Verträge unterzeichnet. Aber, zuerst muss noch die Medikamentenagentur der EU, EMA, ihr Gutachten erstellen. 

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