Etwas mehr als 14 % der belgischen Bevölkerung weist Antikörper gegen Covid-19 auf

Knapp 14,4 % aller Einwohner Belgiens haben Antikörper gegen das Corona-Virus Covid-19 im Blut. Dies ist aus einer Studie des Roten Kreuzes und des belgischen Gesundheitsamtes Sciensano anhand von Hochrechnungen nach Analyse des Blutes von Blutspendern ersichtlich, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. 

Seit Beginn der Corona-Epidemie in Belgien übertragen das Rote Kreuz in Flandern, in der Wallonie und in Brüssel alle zwei Wochen dem staatlichen Gesundheitsamt Blutproben von Spendern, damit diese auf Antikörper gegen Corona bei gesunden Menschen analysiert werden können. Bis heute konnten rund 16.000 Blutproben analysiert werden.

Seit Beginn der zweiten Corona-Welle beobachteten die Wissenschaftler bei Sciensano einen deutlichen Anstieg der Zahl der Blutspender, die Antikörper aufweisen. Nebenbei bemerkt: Es dauert etwa zwei Wochen nach einer Infizierung, bis sich Antikörper im Blut eines Menschen bilden.

Nach Angaben des flämischen Roten Kreuzes lag dieser Wert in Flandern im März bei 2 % der Bevölkerung um sich im Laufe des Jahres bei 5 % einzupendeln. Doch seit Mitte Oktober steigen die Werte im ganzen Land auf jetzt 14,4 % belgienweit. Allerdings liegen regionale Unterschiede vor.

Flandern schneidet hier am schlechtesten ab, während der Prozentsatz derer, die Antikörper aufbauen konnten, in der Wallonie und in der Region Brüssel-Hauptstadt deutlich höher liegt: 10 % der Spender in Flandern, 18 % in Wallonien und 26 % in Brüssel. Diese Analyse wird allerdings regional nichts an der Impfstrategie der Gesundheitsbehörden ändern, hieß es beim Roten Kreuz und bei Sciensano dazu. 

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