Zahlreiche Zwischenfälle auf Silvester in Brüssel: 20 Autos und Stadtmobiliar in Brand gesteckt

Am 31. Dezember wurden in der Brüsseler Hauptstadt-Region 20 Autos und mehrere Busse, Trams und Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittelgesellschaft in Brand gesteckt oder zerstört. Das gab die Polizei der Zone Brüssel-Hauptstadt/Elsene bekannt, die die Sicherheitsdienste während der Silvesternacht koordinierte. Die Polizeidienste mussten 370 Mal eingreifen und haben über 150 Personen festgenommen.  

Außerdem gingen bei den Rettungsdiensten 55 Anrufe wegen brennenden Stadtmobiliars ein. Die Brüsseler Feuerwehr wurde auch drei Mal wegen eines Hausbrands gerufen. Die Ambulanz der Brüsseler Feuerwehr musste 75 Mal ausrücken. 

Die öffentliche Verkehrsmittelgesellschaft MIVB/STIB stellte Schäden an drei Bussen, zwei Trams und zwei Haltestellen fest.  

Die Polizeidienste mussten 370 Mal eingreifen und nahm 138 Personen vorübergehend fest. Gegen 16 Personen wurde Anzeige erstattet. 

Am frühen Abend waren bereits vier Wagen in der Gemeinde Anderlecht und ein Wagen Vorst in Brand gesteckt worden.  In Schaerbeek ertappte die Polizei einige Jugendliche mit Molotowcocktails. In der Gemeinde brannte auch ein Radunterstand (Foto oben) aus. 

Insgesamt wurden bis Mitternacht in der Polizeizone Brüssel-Süd (Anderlecht/Sint-Gillis/Vorst) 10 Wagen in Brand gesteckt. In der Zone Brüssel-Nord (Evere/Schaarbeek/Sint-Joost-ten-Node) wurden zwei Wagen und zwei Motorräder angezündet, in der Zone Brüssel-West (Jette/Ganshoren/Koekelberg/Sint-Jans-Molenbeek/Sint-Agatha-Berchem) zwei und in der Zone Marlow (Ukkel/Audergem/Watermaal-Bosvoorde) drei Wagen. 

Obwohl Feuerwerkskörper in der gesamten Region Brüssel-Hauptstadt verboten waren, musste die Polizei auch wegen der Anzündung von Feuerwerk 50 Mal eingreifen.   

Gegen acht Personen wurde Anzeige wegen der Nichteinhaltung der Ausgangssperre erstattet. In der Zone Brüssel-Hauptstadt/Elsene legte die Polizei zwei Partys still. 

Insgesamt aber sei der Übergang zum neuen Jahr ruhiger verlaufen als in der Vergangenheit, lautete die Bilanz der Brüsseler Polizei am Neujahrsmorgen. 

"Es war viel ruhiger als in anderen Jahren", sagte Christophe Claessens, Polizeikommissar der Zone Brüssel Süd. Im Allgemeinen sei die Ausgangssperre gut respektiert worden, so dass viel weniger los gewesen sei und passieren konnte: “Allerdings wollten einige Jugendliche mit der Polizei Katz und Maus spielen. Sobald sie verhaftet waren, hat sich alles ziemlich schnell beruhigt."

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