Erdbeben messender Seismograph (Archivfoto)
AP2004

Leichtes Erdbeben im belgisch-deutschen Grenzgebiet

Am frühen Samstagmorgen wurde im Grenzgebiet zwischen Ostbelgien und dem Aachener Raum ein leichtes Erdbeben registriert. Nur einige wenige Menschen haben dieses Beben auch bemerkt, wie die regionalen und lokalen Medien dort melden. Schäden gab es nicht, denn das Beben in rund 9 km Tiefe hatte nur eine Stärke von 2,6 auf der Erdbebenskala.

Das Beben wurde genau um 7:36 am Samstagmorgen registriert und hatte sein Epizentrum 3 km von der ostbelgischen Ortschaft Raeren (Prov. Lüttich) im deutschen Eifeldorf Roetgen. in 9,2 km Tiefe. Zu Schäden hat dieses Beben nicht geführt. Auf deutscher Seite war es nach regionalen Medienberichten in der Umgebung von Aachen (NRW) zu spüren und zwar neben Roetgen und dem nahegelegenen Walheim in Grenznähe bis hin nach Stolberg.

Nach Angaben der Königlichen Sternwarte am Meteorologischen Institut KMI in Ukkel bei Brüssel hatten sich einige Dutzend Personen, die dieses Beben gespürt hatten, auch dort gemeldet. Schon am Neujahrstag haben laut Sternwarte Seismographen in dieser Region ein kleines Beben mit Stärke 1 registriert.

Das es in unseren Breitengraden zu Erdbeben kommt, ist keine Seltenheit, wie auch der Erdbebenexperte des Instituts, Kris Vanneste erklärt. Gegenüber VRT NWS sagte er dazu: „Einige Menschen haben dieses Beben gespürt. Etwa 50 Personen haben auf unserer Webseite reagiert.“

Durchschnittlich würden in Belgien 3 bis 4 solcher schwacher Erdbeben pro Jahr registriert, so Vanneste: „Spezifisch in der östlichen Region haben wir in den vergangenen 20 Jahren einige Erdbeben gehabt, die stärker als 2,0 waren. 1997 gab es zwei, 1998 eines, genau wie 2005 und 2018. Es ist also nicht ungewöhnlich für Belgien und schon gar nicht in dieser Gegend.“ 

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