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Reiserückkehrer werden kontrolliert und können sich rasch testen lassen

Die belgische Bundesregierung lässt Zoll und Polizei Reisende und zurückkehrende Urlauber kontrollieren. Diese Kontrollen finden nicht nur an den internationalen Bahnhöfen und in den Flughäfen statt, wo auch Corona-Testzentren zur Verfügung stehen, sondern auch an den Autobahnen, wie z.B. in Hondelange an der Grenze zu Luxemburg (Video). Inzwischen wurden an den Flughäfen, z.B. am Brussels Airport, die Kapazitäten für Tests und Schnelltests ausgebaut.

In Hondelange in der südlichen belgischen Provinz Luxemburg lotst die Polizei stichprobenartig Fahrzeuge von der Autobahn, um die Insassen zu, wo sie gerade herkommen und ob sie das Passenger Location Form ausgefüllt haben. So will sich die Regierung ein Bild machen, wer woher kommt und wer eventuell in Quarantäne gehen muss. 

Wer aus einer sogenannten „Roten Zone“ zurück nach Belgien kommt, der muss sich testen lassen und sich für 7 Tage in Quarantäne begeben, wenn er sich dort länger als 48 Stunden aufgehalten hat. Tests müssen am 1. sowie am 7. Quarantänetag durchgeführt werden (siehe auch nebenstehenden Beitrag).

Für Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V), die am Samstagmorgen in Hondelange dabei war, ist wichtig, dass diese Kontrollen stattfinden, denn sie geht davon aus, dass einige Leute nicht davon ausgehen, dass die belgischen Behörden wirklich streng kontrollieren: „Wir können hier heute feststellen, dass die Polizei alles daran tut, um Heimkehrer aus ‚Roten Zonen‘ zu kontrollieren. Das ist besonders wichtig, weil wir heute mit den Zahlen in Belgien gut da stehen. Wir wollen, dass das in den kommenden Wochen so bleibt und deshalb müssen wir die Leute darum bitten müssen, in Quarantäne zu gehen, wenn sie aus einer ‚Roten Zone‘ kommen.“

Wir stehen heute mit den Zahlen gut da und wir wollen, dass das in den kommenden Wochen so bleibt.“

Bundesinnenministerin Annelies Verlinden

VRT-Reporter Stef Meerbergen war am Samstagmorgen ebenfalls am belgisch-luxemburgischen Grenzübergang bei Hondelange. Er konnte beobachten, dass am Vormittag fast alle kontrollierten Reisenden, ob heimkehrende Belgier oder auch einreisende Ausländer, ihre Formulare vorschriftsmäßig ausgefüllt hatten. Nur wenige hatten das PLF ignoriert und mussten ein Bußgeld von 250 Euro pro Fahrzeuginsasse zahlen… 

Flughafen Zaventem

Inzwischen sind die Testkapazitäten an den Flughäfen von Brüssel und von Charleroi gehörig ausgebaut worden. Am Brussels Airport können aktuell 500 Reisende pro Stunde auf Covid-19 getestet werden (Fotos unten).

Probleme gab es für einige Reisende die in Brüssel landeten bei einem Code, den sie auf ihren Mobiltelefonen erhalten mussten, um einen Corona-Test durchführen zu lassen. Hierzu muss man sich im Vorfeld anmelden, um nach der Landung einen Termin im Testzentrum zu bekommen. Doch hier konnten die Betroffenen diesen Code über ihren Hausarzt doch noch zeitig bekommen.

An diesem Samstag landen etwa 7.000 Personen in Zaventem, wie Flughafensprecherin Ihsane Chioua Lekhli angab: „Die Kollege hier vor Ort verteilen die Leute über drei Stellen und werden so versuchen, dass nirgendwo lange Wartereihen entstehen. Morgen erwarten wir etwas mehr Passagiere. Wir werden das alles sehr gut im Auge behalten, damit alles rasch abläuft.“ 

Inzwischen werden die Corona-Testzentren am Flughafen von Charleroi und an den internationalen Bahnhöfen in Belgien (Antwerpen, Brüssel und Lüttich) und deren Kapazitäten ausgebaut und erweitert, was Anfang der Woche abgeschlossen sein soll. 

Jasper Jacobs
Nicolas Maeterlinck

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